Gerettet mit einer Thoraxklemme: Wie Vertrautes plötzlich ganz anders nützlich wird.

Heute Morgen um halb sieben ist mir vor der frühen Yogalektion im Spital mein rechter Kopfhörer in einen kleinen Regenschacht gefallen, als ich mein Stirnband auszog. 🥺
Fluchend versuchte ich mit meinen Fingern den Kopfhörer rauszufischen.
Aber ich kam nicht ran.
Also habe ich nach der Yogalektion auf der Intensivstation eine Thoraxdrainagen-Klemme geholt – ein Tool, das sonst einen völlig anderen Zweck hat – und damit den Kopfhörer aus dem Schacht bergen können. 🤩
Und da musste ich an unsere Yogastunde von dieser Woche denken:
Manchmal entdecken wir neue Möglichkeiten, wenn wir etwas Vertrautes anders einsetzen.
Genau damit experimentieren wir diese Woche auch auf der Matte.
Ein Yogablock begleitet uns durch die Stunde. 🧱
Mal hilft er uns, stabiler zu stehen und uns den Boden näherzubringen.
Mal lenkt er unsere Aufmerksamkeit genauer auf eine bestimmte Ausrichtung oder hilft uns, den Fokus zu lenken.
Und manchmal macht genau derselbe Block eine Haltung plötzlich deutlich anspruchsvoller. ☺️
Der Block bleibt derselbe. Nur die Art, wie wir ihn einsetzen, verändert sich.
In unserem Alltag ist das oft ähnlich. Etwas Vertrautes kann uns Halt geben.
Und genau dasselbe kann uns manchmal auch herausfordern, genauer hinzuschauen, etwas anders zu machen oder neue Fähigkeiten zu entdecken.
Dabei müssen wir nicht jede Schwierigkeit schönreden oder zwanghaft etwas Positives darin suchen.
Aber wir dürfen neugierig bleiben:
Gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit, mit dem umzugehen, was mir gerade begegnet? 🤗
Manchmal entdecken wir neue Möglichkeiten, wenn wir Vertrautes auf ungewohnte Weise nutzen.
Ich freue mich auf dich auf der Matte. 🧡🧘🏼♀️
