Ärgernisse im Alltag



Letzte Woche bei der Arbeit, übergab ich meinen Patienten an die nächste Schicht. Als ich mit dem Rapport an meine Kollegin der Spätschicht fertig war, öffnete sich der Vorhang vom Nebenbett und unsere Mitkollegin Claudia meinte schmunzelnd zu mir: „Ich habe dich noch kaum je so verärgert gesehen. Aber heute bei deinem Rapport schon. Sonst bist du immer sehr geduldig und gelassen. Das kommt wahrscheinlich vom Yoga-Üben.“ 🧘🏼‍♀️

Die genauen Umstände der Ärgernisse sprengen den Rahmen, daher nur so viel: Bei der Patientensituation gab es verschiedene Punkte, in dem bei mir der Gerechtigkeits-Sinn getriggert wurde. ⚖️

Ich setzte mich sehr für den Patienten ein und kam in den knapp 9 Stunden trotzdem gefühlt an kein Ziel. Hinzu kamen verschiedene ethische Herausforderungen.

Weder der Patient, noch seine Family oder unser Behandlungsteam waren schuld an den Zwickmühlen.

Sondern es waren politische, übergeordnete Probleme.

Ich muss zugeben, in solchen Momenten fällt es mir schwer, komplett gelassen zu bleiben.

Vor allem bei Ungerechtigkeiten und Unfairness verspüre ich grossen Ärger. 😮‍💨

Die wichtige Erkenntnis liegt für mich darin, sich bewusst zu sein, wie man sich selbst in solchen Situationen wieder zurück in die eigene Mitte bringen kann. 😌

In unserem Alltag gibt es einfach natürlicherweise Momente, die Ärger in uns auslösen. 
Und die „Ärger-Schwelle“ ist bei jedem von uns sehr individuell.

Bei manchen reicht es, wenn sich an der Migros Kasse jemand vordrängelt.
Anderen ringt dies nicht mal ein müdes Lächeln ab.

Und sie ärgern sich vielleicht erst dann, wenn der Hund das ganze Schlafzimmer in ein wildes Federnparadies verwandelt hat. (Ist meinen Eltern schon passiert…). 😏

Unser Ärger ist ein Grundgefühl und darf auch Platz haben im Alltag.

Robert Betz, ein Psychologe aus Deutschland, sagt dazu auch, dass jedes Gefühl gefühlt werden möchte und gefühlt werden muss. Deswegen heisse es auch Ge–fühle, also „Geh und fühle!“

Den Ansatz finde ich spannend.

Nachdem man den Ärger gefühlt und verbalisiert oder an einem Boxsack ausgelassen hat, darf das eigene Gleichgewicht wieder einkehren.

Und hier betritt Yoga die Bühne. 🙌🏻

Die fliessenden Bewegungen, verbunden mit tiefem Atmen und herausfordernden Gleichgewichtsübungen führen uns auf sanfte Weise zurück in unsere Mitte. Die Schlussentspannung macht den Ausgleich perfekt. 🧡

Du kannst dir vorstellen, wie ich nach der anstrengenden Frühschicht sofort in eine gelassene und ausgeglichene Stimmung zurückgefunden habe. 💆🏼‍♀️✨


Wie geht es dir mit dem Grundgefühl Ärger?
Ist es etwas, das du dir erlaubst, auszudrücken?
Und was hilft dir anschliessend, in einen entspannten Zustand zurückzufinden?


Du bist herzlich eingeladen, deine Gedanken mit mir zu teilen. 💞

Und dich beim Yoga auszupowern. ✨


PS: Den Pixar-Film „Alles steht Kopf“ (2015) kann ich sehr empfehlen. Darin geht es um unsere Grundgefühle wie Freude, Angst, Ärger, Ekel und Traurigkeit. Der Film ist wirklich toll und bringt uns zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.
Hier geht’s zum Trailer: https://youtu.be/wWTQZkD5FAQ 

Über Fehler und Patzer

Geschrieben von   in 



Letzte Woche hatte ich mit zwei Yoginis nach dem Unterricht eine spannende Unterhaltung. Wir haben besprochen, dass wir uns oft selbst im Weg stehen, wenn es um die konkrete Umsetzung unserer Träume und Vorhaben geht.

Wir haben den Anspruch, wir müssten alles perfekt machen.

Und nur wenn es eine „Geling-Garantie“ gibt oder die Aussicht auf Erfolg zumindest hoch eingeschätzt wird, wagen wir das Unterfangen.

Wir erlauben uns nur selten, Fehler zu machen, unperfekt zu sein oder zu scheitern. Doch nur aus Patzern und Fehler lernen wir. 🙏🏼


Was war dein letzter denkwürdiger Fehler?
Wie ging die Geschichte aus?
Was hast du daraus gelernt?

Ich mache den Anfang und erzähle dir von einem Patzer, der mir am letzten Donnerstag passiert ist. 🫠

Für vier Tage hatte ich spontan allein ein AirBnB gebucht in Colmar. Es ging darum, meine Jahresplanung zu machen, Ziele zu setzen für 2023, Yoga zu praktizieren, spannende Bücher zu lesen und das leckere Essen der elsässischen Küche zu geniessen.

Spätzle, Flammkuchen und Sauerkraut ohne Ende! 😋

Nach dem Check-in packte ich gemütlich meinen Koffer aus und setzte mich zum Lesen mit einem Kaffee auf die bequeme Couch.

Der Hunger meldete sich erst etwas später und gegen halb acht begab ich mich auf den Weg Richtung Dorfkern.

Die Restaurant Empfehlungen von meiner Gastgeberin Vanessa hatte ich mir zu Herzen genommen und notiert.

Schon bald bemerkte ich meinen ersten Fehler: die Restaurants waren meist eher klein, sehr beliebt, die Elsässer dafür frühe Vögel und vieles war bereits ausgebucht.

Bei insgesamt 5 Restaurants, die ich ansteuerte, gab es keinen Platz mehr. Ich entschied mich, beim nächstbesten Lokal nochmals mein Glück zu versuchen. Und so war es dann: Der letzte freie Tisch wurde mir zugewiesen.

Das Pärchen hinter mir, welches bereits seit geraumer Zeit die Karte draussen studierte, ging leider leer aus. 🙈

Ich nahm mir vor, an den folgenden Tagen deutlich früher zum Essen anzutanzen oder zu Reservieren.

Das Essen war sehr lecker, die Kellner freundlich und ich staunte, dass man zum Tartar eine Beilage auswählen durfte.
Natürlich entschied ich mich für Spätzle. Dazu gab es frisches Sauerteigbrot an Stelle von Toast.

Als ich fertig gegessen hatte und gerade noch einen Kaffee bestellen wollte, fiel mir siedend heiss ein, dass ich mein Portemonnaie zuvor im AirBnb nicht in den kleinen Rucksack umgepackt hatte, mit dem ich unterwegs war.

Nicht mal eine Kreditkarte hatte ich dabei. Twint war auch keine Lösung. Ausweisen konnte ich mich auch nicht…

Ich schaute nach, wie lange ich im Stechschritt zum Appartement hin und zurück haben würde. Insgesamt 20 Minuten zeigte mir Google an.

Dem Kellner gab ich ein Zeichen, er kam zum Tisch und ich beichtete ihm „en français“ meine Problematik. Und bot ihm an, als Pfand meinen Rucksack und die Uhr dazulassen und das Portemonnaie zu holen.

„Ich schwöre Ihnen, keine 20 Minuten und ich bin zurück!“

Er fand es ziemlich amüsant und meinte, das sei gar kein Problem und ich solle mir keinen Kopf machen. Den Rucksack stellte er hinter die Bar.

Nachdem ich wieder zurückkehrte, fragte ich, ob es ok sei, an der Bar noch ein Schlummer-Bier zu nehmen. Oder ob sie mich lieber gleich loswerden möchten, nach dem peinlichen Fehler.

Der Besitzer und ein Kellner lachten laut und luden mich an der Bar zum Bier ein. Und wir kamen ins Gespräch über die Lektüre, welche ich dabei hatte.

Beim Bezahlen gab ich ordentlich Trinkgeld und ging zufrieden zurück zum Appartement.

Froh, dass mein Fehler von verständnisvollen Gegenübern wohlwollend aufgenommen wurde. 😮‍💨

Das nächste Mal darf ich meinen Rucksack wieder bewusster packen. ☺️🙏🏼


Wie lief das bei dir bei deinem letzten Patzer oder Fehler?

Ich bin sehr gespannt auf deine Geschichte! 

Staunen



Dieses Wochenende hatten wir auf der Intensivstation eine Blasmusik-Gruppe zu Gast.

Es waren die Kollegen/innen eines jungen Patienten, welcher sich aktuell in einer sehr herausfordernden medizinischen Situation befindet. Seine Gspändli wollten ihm zur Weihnachtszeit etwas Gutes tun und fragten bei uns an, ob sie am Bett für ihn musizieren dürften.

Wir leiteten alles in die Wege und am Sonntagnachmittag war es dann soweit.

Die Gruppe bestand aus 5 Blasmusiker/innen, von Trompete bis Posaune war alles dabei. 🎺

Sie wärmten sich zuerst in unserem Vorraum auf und begaben sich dann ins Zimmer des Patienten, stellten ruhig ihre Notenständer auf, atmeten tief ein und begannen zu spielen.

Das erste Lied war eine Cover-Version von „The Rose“ von Bette Midler.

Was danach passierte, brachte uns alle zum Staunen. 💞

Mein Patient im Nebenzimmer hatte Besuch von seiner Ehefrau. Beide waren so gerührt und verzückt, dass sogleich ein paar Tränen flossen.

Der Patient daneben hat eine dementielle Entwicklung und wollte immer aufstehen, im Glauben, er müsse Zeitungen verteilen. Als die Musik einsetzte, wippte er entspannt mit den Füssen mit und hatte ein Lächeln im Gesicht.

Ein Zimmer weiter berichtete eine Angehörige eines Patienten, dass sie es unglaublich toll gefunden hatte, der Musik zu lauschen und nicht nur immer die vielen Alarme zu hören der verschiedenen Geräte.

Wir alle von der Pflege waren tief beeindruckt von der Wirkung der Musik in dem aussergewöhnlichen Setting der Intensivstation. 🏩

Beeindruckt von der Wirkung der Musik auf die Patienten, deren Angehörigen und auch auf die Stimmung der ganzen Spätschichtmitarbeitenden.

Die Blaskapelle war sehr gerührt vom zahlreichen Feedback und bedankte sich herzlich dafür, dass wir ihren Wunsch möglich gemacht hatten. 🙏🏼


Die Begegnung war mir eine wunderbare Erinnerung zu Weihnachten und zum Jahresende:
– Musik ist wichtig.
– Besuch und Familie sind wichtig.
– Zusammenkommen ist wichtig.
– Emotionen ausdrücken ist wichtig.

Daher mein Appell an dich für Weihnachten:
– Lache laut
– Tanze, dass die Tanzfläche bebt und brennt (und nicht der Tannenbaum🎄🌟)
– Umarme deine Liebsten
– Sprich aus, was dir auf dem Herzen liegt
– Tue Dinge, die dir wichtig sind
– Erfülle dir nächstes Jahr einen Herzenswunsch


Auch auf den Punkt gebracht mit einem meiner absoluten Lieblingszitate, von Anthony Hopkins:
„Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.“ 


Ich wünsche dir die wundervollsten, zauberhaftesten Festtage mit deinen Liebsten. Lass es dir gut gehen, tanz die Schuhe durch und lass die Korken knallen. 🌟

Und: Von Herzen Danke für das Yoga-Jahr 2022 mit DIR bei Lucky Elephant! Du bist wichtig! 🥰🐘



PS: Lust auf Yoga?
Morgen am 21.12.22 und am Mittwoch 28.12.22 findet der Unterricht regulär statt.

Die nächsten zwei Montage sind Feiertage. Danach starten wir mit viel Power ins Jahr 2023 am 4. Januar! 

Der Reuss-Schwimmer mit der blauen Badehose



Letzte Woche beobachtete ich auf meinem Heimweg, wie ein junger Herr in leuchtend blauer Badehose und Wollmütze fröhlich die Reuss runter schwamm. 🥶❄️

Die Spaziergänger, Hundehalter und Velofahrer am Flussufer hatten nur Augen für den mutigen und scheinbar kälteresistenten Schwimmer.

Es wurde ihm zugewunken und er winkte entspannt zurück. 🙋🏻‍♂️

Direkt am nächsten Morgen, wieder auf meinem Arbeitsweg, es war 06.15 Uhr in der Früh und stockdunkel, kam mir eine Person auf dem Velo entgegen.

Fest eingepackt mit dicker Winterjacke, Moonboots, Schal bis über die Nase und… dunkler Skibrille!

Die Situationen hätten unterschiedlicher nicht sein können.

Und brachten mich dazu, mir Gedanken zu machen über unsere Komfortzonen. 😌

Unsere persönliche Komfortzone
Uns in der persönlichen Komfortzone zu bewegen, gibt uns Sicherheit, Routine, wirkt beruhigend und liefert verlässliche Ergebnisse.
Gleichzeitig können Komfortzonen uns aber auch zurückhalten, eintönig werden und uns ausbremsen.

Das Wunderbare: Ausserhalb unserer Komfortzone und Bequemlichkeitsgrenzen lernen wir neue Fähigkeiten, erleben Abenteuer, erreichen Ziele und dürfen Mut beweisen.

Es muss aber natürlich nicht gleich ein Winterschwimmen in der Reuss sein.

Eine tolle Möglichkeit aktuell mutig deine Grenzen zu testen und deine Komfortzone zu verlassen ist, barfuss durch den Schnee zu spazieren. Dabei atmest du tief ein- und aus und erspürst mit den Füssen bewusst den Schnee oder den kalten Boden. ☃️

Zwei bis drei Minuten reichen. Man hat dann jeweils sowieso das Gefühl, man würde es keine Sekunde länger aushalten. 😅

Zurück in der Wohnung kannst du dich wunderbar aufwärmen mit einer dampfenden Tasse Tee und einem heissen Fussbad. Anschliessend warme Socken anziehen und du wirst dich gestärkt und motiviert für den Tag fühlen. 🤗

Zusatzbonus: das Kneippen im Schnee stärkt dein Immunsystem und regt die Selbstheilungskräfte an.


Wann hast du das letzte Mal deine Komfortzone verlassen?
Wie hat das ausgesehen?


PS: Bist du auch bereits sehr neugierig, was für Gschänkli für dich unter dem Tannenbaum liegen werden? 

Um dir die Zeit bis Weihnachten kurzweilig zu gestalten, habe ich dir hier zwei Links zum Thema Neugier angefügt.

Überraschende Details und Hühnereier-Fetisch – luckyelephant.ch

Neugier – luckyelephant.ch
🤗

Den Frosch zuerst essen



Vielleicht kennst du den Ausdruck „Eat the frog first!“.

Den Frosch zuerst essen. 🐸🍽️

Damit ist gemeint, dass man die schwierigste – und wichtigste – Aufgabe des Tages als Allererstes erledigen soll.

Die Frosch-Methode hat verschiedene Vorteile:
– Du hast direkt nach dem Erledigen und früh am Tag ein Erfolgsgefühl.
– Du gehst beschwingt durch den restlichen Tag.
– Du wirst automatisch produktiver mit den restlichen Aufgaben umgehen, da du die schwierigste Aufgabe bereits erledigt hast.

Aufgepasst, dabei gibt es eine kleine Falle: Die wichtigste Aufgabe muss nicht immer zwangsläufig diejenige sein, die am dringendsten ist!

Die wichtigste Aufgabe ist die, die dich deinem aktuellen Ziel näherbringt und dazu beiträgt, dass du vorwärts gehst. 📝

Die folgende Frage hilft uns dabei, den „Frosch“ zu identifizieren:
Wie kann ich meine Zeit heute am wertvollsten einsetzen?

Wenn du die Frage beantwortet hast, geht es darum, ohne Ausreden, ohne Ablenkung und ganz konzentriert die Aufgabe zu erledigen.

Gerne kannst du dir auch ein Zeitfenster dafür setzen.

Danach folgt die wohlverdiente Belohnung:
– ein Kapitel im spannenden Krimi lesen
– dein Lieblingsmenü kochen
– beim Asiaten Essen bestellen
– mit dem Hund spielen
– eine Folge Netflix
– ein paar entspannte Dehnübungen auf der Yoga-Matte
– sich beim Bäcker um die Ecke einen Kaffee gönnen ☕️🥐
– eine Runde Kuscheln auf dem Sofa (mit der Katze, dem Partner, dem Kind)
– 10 Minuten wild tanzen zu deiner Lieblingsmusik
– ein erfrischender Winterspaziergang von 15 Minuten durchs Quartier


Welche Tricks wendest du an, um deine Motivation hervor zu kitzeln und wichtige Aufgaben zu erledigen?


PS: Wenn du dir den Beitrag der letzten Woche zum Thema Motivation ansehen möchtest, findest du hier den Link dazu: https://luckyelephant.ch/wenn-die-motivation-sich-unter-der-couch-versteckt/🤗


Das Glücksglas



In den vergangenen drei Blog-Beiträgen haben wir uns ganz dem Thema Dankbarkeit gewidmet. Zu Beginn ging es darum, sich die persönlichen Erfolge des Jahres 2022 vor Auge zu führen und zu feiern.

An dieser Stelle: Hand aufs Herz – was sind deine persönlichen Erfolge, für die DU dich persönlich feierst im Jahr 2022? 🥳

Das ist der falsche Ort, um schüchtern zu sein! Du kannst alles raushauen!

Wir erinnern uns: es können grosse oder kleine Erfolge sein.
Zum Beispiel:
– Ein Rezept, dass dir besonders gelungen ist und wofür du Komplimente bekommen hast.
– Ein Neustart: Du bist Mama/ Papa geworden, hast die Arbeitsstelle gewechselt, ins Blaue gekündigt, bist umgezogen, hast ein Haus gekauft, warst auf einer lange gehegten Wunsch-Reise…
– Dein Hund hat endlich „Sitz“ und „Platz“ gelernt, bei jedem Besuch wird es stolz vorgezeigt.
– Ein Hobby wurde wieder aufgenommen und du geniesst es, dabei ganz im Flow zu sein.
– Zeit für dich hat mehr Priorität bekommen: du schenkst dir „Me-Time“ und geniesst es ohne schlechtes Gewissen.

Ich bin sooooo gespannt (und neugierig) auf deine persönlichen Erfolge! Du darfst mir sehr gerne per Mail, WhatsApp, Voicemail oder Insta texten, draufsprechen… und ich teile natürlich anschliessend gerne meine persönlichen Erfolge vom 2022 mit dir.

Lass uns connecten🤗                079/ 405 65 50


Im zweiten Dankbarkeits Beitrag ging es darum, wie man mit der 5-Finger-Methode ganz alltagstauglich sofort in den Dankbarkeits-Modus wechseln kann.

Und im dritten Teil, wie es sich mit einer Dankbarkeits-Praxis wunderbar selig einschlafen lässt. Und dass Dankbarkeit Glücks- und Belohnungshormone ausschüttet.

Wer kann dazu schon „Nein“ sagen? ☺️


Das Glücksglas
Eine tolle Methode, um tägliche Glücksmomente und nennenswerte Begebenheiten zu notieren, ist das „Glücksglas“.

Du legst dir ein grosses Glas mit Deckel, einen Stift und kleine Zettelchen bereit.

Am Abend schreibst du deine tollen Erlebnisse, Glücksmomente, lustige Ereignisse, schöne Begegnungen und Überraschungen in kurzen Notizen einzeln auf die Zettel.

Die Zettel faltest du klein zusammen und legst sie ins Glas.

An turbulenten und herausfordernden Tagen kannst du einige Zettel aus dem Glas ziehen und zusehen, wie mit dem Lesen sofort deine Laune steigt. Es stellt sich automatisch ein Gefühl der Dankbarkeit ein und der Blick richtet sich durch diese Übung ganz natürlich auf das Positive aus.

Besonders spannend ist es, zum Jahresbeginn mit dem Glas zu starten und gegen Ende des Jahres alle Zettel durchzulesen. Ich kann dir garantieren, dieser „Glasöffungs-Abend“ wird ein erfreulicher und denkwürdiger sein. ✨

Für einen Testlauf kannst du dir auch einfach vornehmen, das Glücksglas für einen Monat zu testen. Es ist wirklich sehr belohnend. 🤗

Viel Experimentierfreude wünsche ich dir!


Die Links zu den vorhergehenden Beiträgen zum Thema Dankbarkeit findest du hier:
1. Teil https://luckyelephant.ch/wie-man-nervigen-tagen-den-wind-aus-den-segeln-nimmt/
2. Teil https://luckyelephant.ch/wie-die-5-finger-methode-unser-leben-bereichert/
3. Teil https://luckyelephant.ch/der-schnellste-weg-zu-gluecks-und-belohnungshormonen/


PS: Die Glücksglas Methode kannst du auch „rückwirkend“ anwenden…zum Beispiel als Adventskalender für deine/n Partner/in oder deine Kids.
Notiere dazu 24 denkwürdige, tolle oder lustige Begebenheiten des Jahres 2022 auf kleine Zettel. Und überrasche deine Liebsten zu Beginn des Advents damit.

Tipp: Durch deine Natel-Bilder zu scrollen, holt blitzschnell die perfekten Erinnerungen hervor. 🌟


Foto von Nadine Fischer http://www.photo-fischer.ch

Dankbarkeit: Wie die 5-Finger-Methode unser Leben bereichert



Im Blogpost der letzten Woche ging es darum, wie Dankbarkeit unseren schwierigen Tagen den Wind aus den Segeln nimmt.

Und ich habe dir zur Jahresrückschau 2022 ein paar reflektive Fragen mitgegeben.

Zugegeben: Für die Jahresrückschau-Übung braucht es eine ruhige Stunde.

Diese Zeit zu investieren lohnt sich jedoch sehr. Vor allem dann, wenn du die Übung schriftlich ausführst.

Die folgende Übung lässt sich dafür jederzeit anwenden. Und braucht nur wenige Sekunden. 🤗

Die 5-Finger-Methode
Elsbeth Martindale ist eine Psychologin aus den USA. Sie hat die 5-Finger-Methode für mehr Dankbarkeit entwickelt.

Dabei gehst du folgendermassen vor: Zuerst ist es wichtig einen Moment in deinem Tagesablauf abzufangen, indem du eine schwierige Situation erlebst oder in der dich etwas nervt oder Dinge passieren, die dich nachdenklich stimmen. 

Der erste Schritt besteht also darin, den herausfordernden Moment zuerst achtsam wahrzunehmen. Dann wendest du die 5-Finger-Methode an. 🖐🏼

Für jeden Finger gibt es eine Frage, die du dir in Gedanken oder gerne auch mit kurzen Notizen, beantworten kannst.

Daumen – Auf welche Stärken und Talente bin ich stolz?
Zeigefinger – Was in der Natur inspiriert und begeistert mich?
Mittelfinger – Wem kann ich heute etwas Gutes tun?
Ringfinger – Welche Menschen liebe ich von Herzen?
Kleiner Finger – Wofür bin ich in meinem Leben zutiefst dankbar?

Ich finde die Idee mit den 5-Fingern wunderbar, weil sie jederzeit zugänglich und sehr praktisch ist. 
Nach dem Anwenden steigt die Laune sofort, die Herausforderung relativiert sich und der Fokus darf sich neu ausrichten: auf die Dankbarkeit. 

P.S.: In den kommenden Newslettern erfährst du weitere Life Hacks zum Thema Dankbarkeit:
– wie es sich leichter einschlafen lässt damit 😴
– und wie dir ein grosses Glas mit Deckel dabei helfen kann, Dankbarkeit zu praktizieren. 🫙

Wie man nervigen Tagen den Wind aus den Segeln nimmt



Mein Frühdienst fing damit an, dass ich meinen Badge zu Hause vergass. Falls du nicht im Spital arbeitest: das ist das Namensschild, welches alle auf sich tragen.

Der Badge fungiert gleichzeitig auch als Schlüssel: damit hat man Zutritt zur Intensivstation, zum Notfall, den Umbetträumen und zum persönlichen Login.

Und ganz wichtig: mit dem Badge bezahlt man auch an der Kaffeemaschine und im Restaurant.

Da startete ich also meinen Tag im Rapportraum ohne Kaffee, musste mich jedes einzelne Mal beim PC manuell einloggen für jede Dokumentation zur Patientensituation.

Nervig, aufwändig… und selbstverschuldet. 😏

Um Betäubungsmittel aus der Schublade zu holen, brauchte ich immer den Badge einer Kollegin.

Auch sonst hatte ich das Gefühl, dass der Tag nur schleppend verlief… diverse Missgeschicke folgten und als ich am Abend die Wäsche aus dem Trocknungsraum holte, fehlten 4 meiner BHs, die ich gewaschen hatte.

Nur so: Wer um Himmels Willen klaut Unterwäsche aus dem Trocknungsraum? Da habe ich wirklich einige Fragen… 🤔
Bis heute habe ich sie nicht zurückgekriegt. Also die Unterwäsche. Die Fragen sind geblieben. 

Ich beschloss, dass der Tag mit dieser Laune nicht zu Ende gehen kann.

Zurück in der Wohnung habe ich beherzt durchgelüftet, Kerzen angezündet und zu ruhiger Musik ein leckeres Pilzrisotto gekocht.

Beim Essen habe ich mir auf einem Blatt Papier Dinge notiert, für die ich trotz dem anstrengenden Tag dankbar bin. Den Fokus bewusst auf die kleinen, erfolgreichen Begebenheiten gelegt.

– Die Kollegin, die mich beim Frühstück zum Kaffee eingeladen hat.
– Den süssen, kleinen und flauschigen Schwan aufwachsen zu sehen. Er ist schon ein richtiger Teenager und bekommt bereits weisse Federn. 🦢
– Bei der Velofahrt nach Hause die Herbstfärbung zu beobachten und Blätter fallen zu sehen.
– Den Abend gemütlich abschliessen zu können mit einem spannenden Buch und vom Bett aus das Licht löschen zu können.


Erfolge ernten
Die Monate Oktober und November eignen sich besonders dafür, sich mit dem bewussten Üben in Dankbarkeit zu beschäftigen. Es sind die Monate der Ernte- und Herbstzeit.

In der aktuellen Ausgabe der Migros Zeitung wird erklärt, wieso der Herbst eigentlich „Herbst“ heisst (MM43, Seite 10). Das Wort stamme aus dem althochdeutschen „Herbist“, was so viel heisst wie „am besten zum Pflücken geeignet“ oder „Erntezeit“. 🍎🍃

In diesen zwei Monaten werden an vielen Orten der Nordhalbkugel Erntedankfeste oder Thanksgiving gefeiert.

Und nicht nur der Garten gibt aktuell eine reife Ernte her. Die Zeit bietet sich an, sich tiefer mit der persönlichen „Ernte“, den Erfolgen und dankbaren Momenten des Jahres zu beschäftigen.

Dazu habe ich dir ein paar reflektive Fragen notiert.

Jahresrückschau 2022 
– Was lief bei dir dieses Jahr toll?
– Wann und wo warst du im Flow?
– Was hast du neu gelernt?
– Worauf bist du stolz?
– Was waren tolle Erlebnisse, die dir in liebevoller Erinnerung bleiben werden?
– Welche Begegnungen haben dich bereichert?
– Wofür wurdest du von deinen Mitmenschen gelobt?
– Welche neuen Orte hast du entdeckt?
– Was hat bei dir Glücksgefühle ausgelöst? 🥰


Es ist sehr hilfreich, deine Gedanken mit Stift und Papier festzuhalten. Damit hast du auch später die Gelegenheit, dir deine Erfolge und wertvollen Erlebnisse vor Augen zu führen.

Und kannst dich gerade an herausfordernden Tagen positiv bestärken und sofort Dankbarkeit verspüren.

Schnapp‘ dir an solchen Tagen einen heissen Kaffee. Und setze dich gemütlich mit deinen Jahres-Erfolgs-Notizen hin.

Gute-Laune-Faktor garantiert! 😃

P.S.: In den kommenden Blogbeiträgen erfährst du weitere Life Hacks zum Thema Dankbarkeit:
– wie die 5-Finger-Methode dein Leben bereichert ✋🏼 (und nein, damit ist nicht der „5-Finger-Rabatt“ gemeint😉)
– wie es sich leichter einschlafen lässt
– was ein grosses Glas mit Deckel damit zu tun hat.

Wie Freude unser Leben bereichert und wieso sie ansteckend ist



Freude ist eine Grundgefühl und eine Reaktion auf eine positive oder erfolgreiche Situation. Oder wird auch ausgelöst durch eine Erinnerung an eine solche Situation.

Gemäss Wikipedia kann sich Freude je nach Intensität äussern als Lächeln, Lachen, Freudenschrei oder in einem Handeln.
Spannend ist, dass die Mimik der Freude kulturübergreifend nahezu identisch ist.

Das bedeutet, bei echter Freude lächelt nicht nur der Mund, sondern auch die Augen mit.

Da dies keine Dissertation oder Diplomarbeit ist, habe ich mir erlaubt, Wikipedia zu zitieren. 😉

Arten von Freuden
Es werden unzählige Arten von Freuden unterschieden, wie zum Beispiel: Vorfreude, Spielfreude, Gaumenfreude, Arbeitsfreude, Freuden der Liebe…

Vor ein paar Jahren habe ich ein Buch geschenkt bekommen, mit dem Titel „1000 Gefühle für die es keinen Namen gibt“ von Mario Giordano, (2003).

Daraus habe ich dir einige Gefühle herausgesucht spezifisch zum Thema Freude.

Los gehts:

Nr. 20: Die kindliche Freude über den ersten Schnee.
Nr. 160: Die Freude, zu spüren, dass man lebt.
Nr. 585: Die Freude, von einem Fremden angelächelt zu werden.
Nr. 609: Die Vorfreude auf das Eiersuchen an Ostern.
Nr. 617: Die Freude über die immer gleichen Witze deines Mannes, über die du aber jedes Mal lachen kannst.
Nr. 622: Die Freude, wenn dein Lieblingssong im Radio läuft. 🕺🏻
Nr. 703: Die Freude über kleine Zettel mit kurzen Liebesnachrichten auf dem Frühstückstisch.
Nr. 765: Die Freude, wenn du beim Aufwachen feststellst, dass du noch eine halbe Stunde weiterdösen kannst.
Nr. 908: Die Freude, dass er mich tatsächlich auch ungeschminkt mag.
Nr. 929: Vorfreude auf ein online bestelltes Paket.
Nr. 949: Die Vorfreude beim Ausmisten.
Nr. 931: Die freudige Überraschung, unerwartet Verbündete gefunden zu haben.


Freude aktivieren
In eine freudige Stimmung zu wechseln, gerade auch wenn es draussen tristes Wetter ist (z.B. gestern) und die Tage länger werden, ist relativ einfach.

Alles, was dir Spass macht, hebt die Laune und schüttet Glückshormone aus.

Hier können bereits Kleinigkeiten Grosses bewirken:

– Eine Komödie anschauen.
– Mit Schwung in Pfützen springen.
– Mit dem Hund spielen.
– Zu deinem Lieblingssong tanzen, hüpfen oder Yoga üben.
– Schaukeln.
– Alle anderen Formen von Bewegung.
– Musik, viiiiel Musik.
– Deinen Lieblingsmenschen fest umarmen.
– Mit anderen zusammen lachen.
– Einen kleinen Baum schütteln, damit es Blätter regnet. 🍃🍂🍁☺️

Bonus Tipp für ein Abenteuer, das etwas länger dauert, dafür einen richtigen Freude-Boost auslöst:
– Einen Tagesausflug unternehmen – nur für dich ganz alleine. 🧡


Freude ist ansteckend
Der Grund, wieso wir Empathie und Mitgefühl empfinden können, liegt vor allem an den Spiegelneuronen. Dies sind spezialisierte Zellen im Gehirn.

Während dem Beobachten eines Mitmenschen werden sie spiegelbildlich aktiviert. Und rufen entsprechend ähnliche Gefühle in uns selbst hervor.

Das heisst, wenn sich dein Arbeitskollege oder deine Freundin über etwas freut, weckt dies auch in dir Freude.

Freude, wie auch jede andere Emotion, ist also buchstäblich ansteckend.

Vielleicht kennst du das: wenn du mit mässiger oder schlechter Laune einige Minuten mit einem Menschen zusammen bist, der/die vor Lebensfreude sprüht…. bekommst du automatisch auch gute Laune.

Woran erfreust du dich diese Woche besonders? Wen steckst du mit deiner Begeisterung an? 💃🏼🤗
Wenn du magst, darfst du deine Gedanken gerne mit mir teilen. 🤩

Yoga-Knigge

Geschrieben von   in 



Letztens sagte mir eine neue Yoga Teilnehmerin, dass sie es gut findet, dass man in meinen Lektionen Wasser trinken darf.

Sie hatte es erlebt, dass es in anderen Studios verboten war, während dem Unterricht einen Schluck Wasser zu trinken.

Ein anderer Yogi, welcher fleissig online mit mir übt, weil er in Basel wohnt, war das erste Mal bei mir im Studio. Er fand es spannend, dass ich ab und zu eine Frage stelle.

Oder dass ich im Unterricht auch dazu aufmuntere, mir Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist.

Er kannte dies von anderen Lektionen weniger und holte sich anschliessend einen Tipp dazu, wie man vom Nach-unten-schauenden-Hund einen Fuss bequem nach vorne holen kann, falls man verkürzte Beinrückseiten hat.

Dies war eine Frage, welche ihn schon länger beschäftigte.

Und er war ganz happy über das Erfolgserlebnis, nach dem er den Tipp angewendet hatte.


Rückblick
Meine Ausbildung absolvierte ich bei einer sehr strengen Yoga-Schule. Wir waren eine grosse, bunt zusammengewürfelte Truppe aus der ganzen Welt. Der Unterricht wurde in Englisch abehalten und wir hatten sogar zwei gehörlose Teilnehmerinnen mit dabei.

Wir durften keine Hilfsmittel wie Decken, die Wand, Kissen, Blöcke oder Gurte verwenden.

Eine Yoga Einheit dauerte inklusive intensiven Atemübungen und Meditation zwei Stunden. Wasser zu trinken war nicht erlaubt.

Die vorherrschende Meinung war, dass sich der Körper der Haltung anzupassen hat und nicht umgekehrt. (Du kannst dir vorstellen: Ich hatte Fragen…).

Wir folgten einer strengen Ernährung ohne Fisch, Fleisch, Eier, Pilzen, Knoblauch, Zwiebeln, Koffein, Alkohol und mit sehr wenig Zucker. Es gab nur zwei Mahlzeiten pro Tag um 10.00 und 18.00 Uhr.
Den Kaffee vermisste ich am meisten! In weiser Vorraussicht hatte ich bereits vor dem Teacher Training auf koffeinfreien Kaffe umgestellt.

Denn selbst bei nur drei Tassen Kaffee pro Tag melden sich die Kopfschmerzen sofort beim Weglassen des Kaffees.
Dann noch in den Kopfstand und man verflucht die Welt. (Und Fluchen war auch nicht erlaubt.)

Wifi wurde nur für eine kurze Zeit am Tag freigeschaltet. Der sonstige Natel-Empfang war sehr bescheiden.

Wir hatten nur einen halben Tag in der Woche „frei“, wurden mit dem Hahnkrähen geweckt und sanken erschöpft ins Bett um 23.00 Uhr.

Trotzdem war die Ausbildung eine unglaubliche Bereicherung für mein Leben und meine Yogapraxis.

Ich lernte die gemeinsamen Schweige-Spaziergänge im Wald sehr zu schätzen.

Der äusserst strukturierte Tagesablauf war ein Segen zu meinem sonstigen Schicht-Arbeitsalltag. Und brachte auch Ruhe in die Gedanken.

Das tiefe Eintauchen in die Yoga-Welt war ohne Ablenkung sehr gut möglich.

Es wurden länderübergreifend Freundschaften geschlossen, spannende Gespräche geführt und sich gegenseitig untersützt.

Mit einer slowenischen Kommilitonin ging ich jede Nacht nach draussen und wir legten uns auf die Wiese. Wir bestaunten den Nachthimmel, suchten Sternbilder und hielten Ausschau nach Sternschnuppen.

Für mehrere Wochen verschrieb ich mich so ganz dem zurückgezogenen Ashram-Leben in der Yoga-Gemeinschaft.

Einzig das inbrünstige Mantra-Singen mochte ich bis zum Schluss nicht.


Verschiedene Arten des Unterrichts
Während der Ausbildungs-Erfahrung wurde mir jedoch auch bewusst, dass dies nur eine Art des Yoga-Unterrichtens darstellt.

Es gibt unzählige Stile, Varianten und Hybrid-Formen im Yoga.

Viele davon durfte ich mit der Zeit testen, erfahren und geniessen.
Wenn ich in den Ferien bin, egal wo und welche Sprache gesprochen wird, melde ich mich an für eine Yoga-Lektion.

Es ist sehr spannend, die Unterschiede wahrzunehmen, voneinander zu profitieren und auch zu bemerken, was man selber mehr oder weniger mag.

Und vor allem: dass jedes Studio und jeder Yoga-Stil gewissermassen seinen eigenen Yoga-Knigge hat.

Mein Lieblings-Studio in Portland, Maine (USA) hatte die eigenen Werte, Überzeugungen und Benimmregeln sogar auf eine Kreidetafel im Eingangsbereich notiert.


Nachfolgend einige meiner persönlichen Überzeugungen zum Yogaunterricht: 🤗
– Während dem Unterricht Wasser oder Tee zu trinken ist absolut in Ordnung.

– Komm auf die Matte, wie du gerade bist. Egal, ob Muskelkater nach dem Joggen, müde von der Arbeit, genervt vom Stau, voller Vorfreude auf die Lektion, müde von einer durchgemachten Nacht (Party oder Kids)… Du bist richtig so, wie du bist.

– Du darfst alles mitmachen, musst aber nicht. Es gibt Hilfsmittel, Alternativen bei den Übungen, es gibt Entlastung für die Knie und am Ende der Lektion immer eine wohlverdiente Schlussentspannung.

– Fragen zu stellen ist absolut ok. Wenn du etwas nicht richtig verstanden hast, aber auch, wenn du mehr Inputs oder Hilfestellung brauchst.

– Die Haltung soll dem Körper angepasst werden und nicht der Körper in eine Position gepresst werden.

– Yoga ist für alle: Egal, ob du dich als beweglich oder unbeweglich bezeichnest, egal ob du in einem kleinen/ grossen/ fülligen oder dünnen Körper wohnst, egal ob es deine erste oder hundertste Lektion ist…

Am Ende geht es um die Verbindung mit dir selbst. Darum, Achtsamkeit zu trainieren, durchzuatmen und dich zu bewegen.

Und auch um die Verbindung mit anderen, den gegenseitigen Austausch und die Erkenntnis, dass wir eigentlich tief im Kern alle gleich sind.


Wie siehst du das? Wie geht es dir damit? 🤗
Antworte mir gerne, ich freue mich auf deinen Austausch! 😃

📸 Foto von http://www.photo-fischer.ch 

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