Ankommen – Achtsamkeit



Es ist Sonntagabend, der erste Advent…

Gerade eben fallen die allerersten Schneeflocken. Ich komme nach einem herausfordernden Frühdienst während der Dämmerung nach Hause.

Als erstes zünde ich ganz viele Kerzen an und mache mir einen Kaffee. Ich nehme eine warme Dusche und gehe anschliessend direkt über zum Yoga.

Zu meiner Lieblingsplaylist, dem Kerzenschein und dem sanften Schneefall beginne ich, mich langsam zu bewegen. Und versuche, die Übungen sanft, leicht und spielerisch zu halten. Auch wenn eine Asana, wie zum Beispiel das seitliche Brett, viel Kraft und Fokus erfordert, bringe ich so viel Leichtigkeit mit hinein, wie es mir jetzt gerade möglich ist.

Nach kurzer Zeit beginnen sich meine Gedanken zu beruhigen, die Bewegungen werden flüssiger und intuitiver. In einer Zwischenentspannung in Rückenlage blicke ich durch das Balkonfenster nach draussen und bemerke, dass die Schneeflocken grösser werden. Ich bleibe länger liegen als geplant und verweile im Moment. Nur damit beschäftigt, die Schneeflocken zu betrachten…

Nicht nur der Krieger 2 oder eine Vorbeuge sind Yoga. Jedes Mal, wenn du dich komplett auf einen Moment einlassen kannst, ihn voll und ganz wahrnimmst und präsent bist… dann ist das Yoga.

Zu welchen Zeiten und in welchen Momenten kannst du komplett präsent sein? Wer oder was holt dich ganz ins Jetzt?

Jedes Mal, wenn du dir bewusst etwas Gutes tust, dich verwöhnst, auf deine Bedürfnisse achtest… dann ist das Yoga.

Was hast du heute nur für dich selbst gemacht?
Hast du dir Entspannungsmomente gegönnt?
Kochst du auch mal für dich ganz alleine?
Hast du in dich hineingespürt, wie es dir gerade wirklich geht?
Hast du dir Zeit genommen, um zwischen Arbeit und Freizeit anzukommen?
Welche Gedanken kommen auf, wenn du es dir so richtig gut gehen lässt und dich selbst verwöhnst?
Wie geht es dir, wenn du dreimal tief ein und ausatmest und dich bei jeder Ausatmung bewusst entspannst?

Auch wenn es nicht immer einfach ist, sich gebührend um sich selbst zu kümmern, weil noch so viel anderes wartet, um erledigt zu werden….es lohnt sich – immer. 

Ich wünsche dir eine wundervolle und zauberhafte Adventszeit und grüsse dich herzlich,
Selina ☺️🎄🌟 

Achtsamkeit und Konzentration



Hast du manchmal auch Tage, an denen deine Gedanken häufig abschweifen, kreisen und du Mühe hast, dich nur auf eine Sache zu konzentrieren? Oder Tage, an denen du merkst, dass du ungeduldig und zu streng bist mit dir selbst? 😌

Yoga bringt dich ganz ins Hier und Jetzt. Du lernst, deine Aufmerksamkeit gezielt zu bündeln und zu halten. So dass du ganz überrascht sein wirst, was für dich und deinen Körper alles möglich ist.

Nehmen wir als Beispiel die Krähen Übung (Handbalance im Bild). Ich bereite dich mit entsprechenden physiologischen Vorübungen optimal vor. Anschliessend leite ich deine Aufmerksamkeit sanft auf die wichtigen Aspekte der Haltung.

Bei potentiellen Herausforderungen benutzen wir Hilfsmittel. Ein grosses, festes Kissen zum Beispiel hilft wunderbar gegen die Angst davor, nach vorne zu fallen. Und falls du nicht balancieren möchtest oder sensible Handgelenke hast: Kein Thema, dann üben wir dieselbe Haltung im Liegen oder Sitzen.

Mit etwas Übung können so selbst komplexere Bewegungsabläufe wie die Krähe mit viel Leichtigkeit ausgeführt werden.
Und wie gesagt: Du wirst absolut verblüfft sein, was dir und deinem Körper möglich ist, auch wenn du zuvor noch nie (!) eine Yogalektion besucht hast. 💪🏻🤩

Bonus: Du gehst garantiert immer mit einem Erfolgserlebnis nach Hause und profitierst anschliessend auch im Alltag von mehr Klarheit und Fokus. 🤗

Hast du noch eine Frage? Schreib mir gerne☺️ 

Pic by Nadine Fischer 

Homepractice – selbständig zu Hause üben



Vielleicht kennst du das: Du möchtest dir zu Hause eine eigene Yoga Routine aufbauen, hast bereits deine persönliche Matte in deiner Lieblingsfarbe bestellt, welche du freudestrahlend vom Päckli-Pöstler entgegen genommen hast. Wenn du sie ausrollst, stehst du aber plötzlich vor verschiedenen Herausforderungen.

Eventuell tust du dich schwierig mit der Motivation. Oder dein Gedächtnis lässt dich im Stich und dir fallen keine Übungen mehr ein (ich kann dir versichern, bei diesem Punkt liegt es allein an der Schlussentspannung, die wischt alles weg und macht reinen Tisch). Oder du fühlst dich zu Hause sehr abgelenkt.

Ich persönlich kenne diese Herausforderungen von meiner eigenen Yoga Routine sehr gut. In diesem etwas längeren Blogbeitrag teile ich mit dir meine besten Strategien und Tipps & Tricks zur Homepractice.

Bereit? Los geht’s. 😊🙏🏼

Umgebung und Ablenkung
Dieser Punkt ist ziemlich einfach. Das Natel lenkt mich am meisten ab. Deswegen bin ich bei meiner Yogapraxis strikt: Natel aus (oder zumindest stumm), Musik an. Die Welt dreht sich die nächsten 15 bis 60 Minuten auch ohne mein Zusehen weiter. Und die Aufmerksamkeit kann ganz der Matte und den Übungen gewidmet werden.

Wenn du Kinder hast, die zu deinem Ablenkungsrepertoire beitragen, empfehle ich dir, dass sie mit dir zusammen üben. Du wirst staunen, wie schnell sie lernen, wie sie an Asanas herangehen und dass sie vor allem die vielen Tiernamen der Übungen lieben. 
Zusatztipp: Kids klettern bekanntlich gerne. Auch auf dir, wenn du Yoga machst. Perfekt, so hast du ein zusätzliches Gewicht für dein Training 😉. Probiere es aus zum Beispiel im Brett, Hund, oder für Geübte auch in der Krähe. Ich bin stolze fünffache Tante und hab’s getestet. Macht riesen Spass!

Kerzen helfen mir, mich zu zentrieren und auf’s Yoga einzustimmen. Gerade jetzt, wenn die Tage wieder länger werden, gibt dies deiner Yogapraxis eine tolle Atmosphäre. Wenn du mit deinen Kindern übst und es teilweise wild zu und her geht, kannst du auch umschwenken auf elektronische Kerzen oder gedimmtes Licht. 

Motivation
Solltest du zu Hause einmal nicht sonderlich motiviert sein, hilft folgendes: Lasse einige deiner absoluten Lieblingssongs laufen. Nimm dir vor, nur 10 Minuten zu Üben. Du kannst nur gewinnen. Es passiert eines dieser drei Szenarien…

– Entweder du beendest die Session nach 10 Minuten Yoga zu deiner Lieblingsmusik.
– Oder (was meist der Fall ist!) es „packt“ dich und du übst weiter, bis es Zeit ist für die Schlussentspannung.
– Oder es artet in einer Tanzeinlage deinerseits aus. Auch super! 💃🏻

Ideen zu Übungen
Eher ein Knackpunkt, weil wie gesagt: die Schlussentspannung macht reinen Tisch und es fällt dir deshalb anschliessend schwer, dich an bestimmte Übungen zu erinnern. Als ich begann, zu Hause selbständig zu Üben, hab ich lange einfach meine Lieblingsübungen praktiziert. Es motiviert und macht Lust auf mehr!

Du kannst dir auch folgende, einfache Grundabfolge merken: von Standübungen, über Vorbeugen, zum Ausfallschritt, eventuell Stützhaltungen, Umkehrübungen (wie Hund oder Schulterstand), dann Übergang zu sitzenden Asanas und Wechsel in Rückenlage, um mit Savasana abzuschliessen. Diese Abfolge kannst du noch würzen (in jeder Kategorie) mit Drehungen und Balanceübungen.

Perfekt eignen sich auch Sonnengrüsse. Du übst zum Beispiel drei bis sechs Durchgänge, wie wir sie im Studio praktizieren, abwechselnd rechts und links. Sonnengrüsse sind wie kleine in sich geschlossene Yogalektionen. Damit liegst du immer goldrichtig. ☀️

Fällt dir trotz allem nichts ein oder möchtest du dich auch zu Hause anleiten lassen? Dann empfehle ich dir die Yoga-Sessions mit Mady Morrison oder „Yoga with Adriene“ auf Youtube. Sie sind kreativ, stärkend, entspannend und du kannst zwischen verschiedenen Längen der Videos auswählen.

Zeitpunkt
Manchmal liebe ich es, am Morgen zu üben. Dann habe ich den Eindruck, bereits etwas „geschafft“ zu haben und kann energiegeladen in den Tag starten. Die Übungsintensität wähle ich dann eher sanft.
An anderen Tagen übe ich dafür sehr intensiv und möchte nach der Schlussentspannung einen gemütlichen Abend verbringen oder müde ins Bett sinken. Dementsprechend kannst auch du bei deiner Homepractice den Zeitpunkt und die Intensität an deine Tagesform anpassen.

Nun wünsche ich dir viel Spass beim Etablieren deiner eigenen Yoga Praxis und beim Experimentieren mit den Tipps. Schreibe mir sehr gerne deine Gedanken dazu oder erzähl mir, wie es dir damit geht. Ich freue mich auf den Austausch. 😃🙏🏼

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schliessen