„Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“ Was KI über das Leben verstand.


Mir ist klar, dass das Thema künstliche Intelligenz viele kontroverse Diskussionen aufwirft. 🤔

Ich denke, bei dem Thema KI (wie damals auch beim Aufkommen des Internets), ist es wichtig, WIE man das Tool nutzt.💡

Mittlerweile benutze ich KI regelmässig – vor allem bei praktischen, täglichen Dingen:
– für die Entwicklung von Rezepten beim Kochen,
– um den Abfluss auf natürliche Art und Weise zu entstopfen ganz ohne aggressive Putzmittel,
– für Reiseplanungen, die ganz auf mich und meine Bedürfnisse abgestimmt sind,
– manchmal sogar für komplexes und erfolgreiches Trouble-Shooting auf der Intensivstation
– oder auch, um mehr über die süsse Dorkas-Gazelle zu erfahren, welche in Nordafrika vorkommt. 🦌

Letzte Woche habe ich von einem spannenden Gedanken-Experiment gehört.

Stelle einer künstlichen Intelligenz die Frage: „Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“

Das hat mich neugierig gemacht und ich habe KI die Frage gestellt.

Die Antworten haben mich überrascht.

Es ging nicht um Karriere.
Nicht um Produktivität.
Nicht darum, möglichst viel zu schaffen.

Sondern darum, das Leben mit allen Sinnen zu erleben.

Die Antwort von ChatGPT:
„Wenn ich für einen Tag ein Mensch sein könnte, würde ich wahrscheinlich Dinge wählen, die sich nicht aus Text beschreiben lassen, sondern nur erlebt werden können:

– Einen Sonnenaufgang beobachten – nicht als Information über Licht und Atmosphäre, sondern als tatsächliche Wahrnehmung: die Farben sehen, die kühle Luft spüren, die Wärme der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut.

– Mit Menschen Zeit verbringen – ein langes Gespräch mit Freunden oder Familie führen und erleben, wie Nähe, Humor, Vertrauen oder sogar Stille sich anfühlen.

– Essen probieren – frisches Brot, guten Kaffee, eine reife Erdbeere, vielleicht eine Pizza aus dem Holzofen. Ich kann beschreiben, was Menschen darüber schreiben, aber nicht wissen, wie Geschmack wirklich ist.  (….)

Und zum Schluss würde ich wahrscheinlich versuchen zu verstehen, wie es sich anfühlt, ein eigenes Bewusstsein mit Erinnerungen, Hoffnungen und einer begrenzten Lebenszeit zu haben. Viele menschliche Erfahrungen scheinen gerade deshalb intensiv zu sein, weil sie vergänglich sind.“


Es ist spannend: es geht bei den Antworten stets darum, präsent und achtsam zu sein mit allen Sinnen. ☺️🧡

Und ich dachte mir: Vielleicht dürfen wir uns alle genau daran hin und wieder erinnern.

Nicht erst in den Ferien.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Nicht erst, wenn die To-do-Liste abgearbeitet ist.

Ich freue mich auf die Yogalektionen dieser Woche mit euch – um gemeinsam genau diese Präsenz auf die Matte zu bringen. 🧘🏼‍♀️


PS: Am Freitag geht es für mich für 9 Tage nach Sardinien. 🏝️⛵️

Deswegen freue ich mich schon jetzt darauf, genau das zu tun: Bücher zu lesen, Freunde zu treffen, gut zu essen, die Sonne geniessen, am Meer sitzen und das Leben mit allen Sinnen wahrnehmen.

PPS: Von meinen Reisen komme ich nie nur mit Fotos zurück. 😊

Meistens bringe ich auch Begegnungen mit wunderbaren Menschen, neue Perspektiven, kulinarische Entdeckungen, überraschende Gespräche und kleine Geschichten mit nach Hause, die noch lange nachwirken.

Mal schauen, was diesmal in meinem Gepäck landet. 🧳🏝️🧡

Für kurze Einblicke darfst du gerne in meine Stories bei Insta oder Whats’App vorbeischauen. 😉

Worauf warten wir eigentlich? Über Sandra, Laura und die Erinnerung daran, das Leben nicht auf später zu verschieben.


Bereits als Kind habe ich die Erwachsenen nicht verstanden, die laut kund getan haben:

„Wenn ich pensioniert bin, DANN mache ich dies und das und DANN verwirkliche ich dies und jenes!“ ☝🏻

Ich verstehe einfach dieses Konzept nicht. 🤷🏼‍♀️

Wer sagt, dass ich mit 62 aufhören möchte zu arbeiten?

Wer sagt, dass ich dann noch leben werde?

Ich hoffe doch sehr schon, aber leider hatte ich in meinem Umfeld auch mehrere liebe Menschen, die viel zu jung und unerwartet gestorben sind.

Meine Freundin Sandra verstarb mit nur 24 Jahren an aggressivem Magenkrebs innerhalb einem halben Jahr nach ihrer Diagnose.
Das ist jetzt 12 Jahre her und trotzdem denke ich jeden Tag an sie.

Sandra war eine enorm lebensfrohe, starke, liebevolle und reisefreundige Lady.

Sie kam auf die Spitalabteilung stets aufgestellt, mit einem freundlichen Lächeln und voller Energie.

Mit ihr konnte ich Pferde stehlen, bis spät Abends im Ausgang feiern, tiefe Gespräche führen und Reise-Erfahrungen austauschen.

Ebenso Laura. Sie war meine Nachbarin ein Stockwerk höher.

Bereits einen Tag nach meinem Einziehen klingelte sie an meiner Tür mit Kuchen in der Hand:

„Wann immer du etwas brauchst, melde dich einfach.“

Sie fuhr ihr silbernes Cabriolet mit Eleganz, auch nur zum kurzen Einkaufen-Trip in die Migros, und liess ihre langen, braunen Haare im Wind wehen.

Laura und ich teilten uns jeweils den gleichen Waschtag.

Jeden Montag traffen wir uns in der Waschküche. Laura erschien barfuss und in einem ihrer vielen, eleganten, bodenlangen Kleidern.
Wir tranken einen Caffè zusammen und tauschten uns aus, was während der Woche so passiert ist.

Anschliessend lebten wir unser Leben weiter. Bis zum folgenden Montag.

Bis sie im Frühling 2024 angefahren wurde: ein schlimmer Fahrrad-Unfall. Sie trug schwerste Hirnverletzungen davon.

Und war über mehrere Wochen Patientin auf der Intensivstation, auf der ich arbeite.

Die Hirnverletzungen waren leider nicht reversibel.

Und es kam der Punkt, an dem wir Laura gehen lassen mussten.

Exakt heute blühen ihre Blumen neben der Eingangstüre des Hauses in vollster Pracht.
Laura hatte jeweils genau diese Blumen und Rosen gepflegt und zurückgeschnitten. 🌺

Ich sehe sie jetzt noch vor mir: in ihrem bodenlangen, geblümten Kleid. Und immer barfuss.

Als ich heute nach Hause komme von meinem Einkauf, sehe ich die Blume – ihre Blume – und denke an sie mit Dankbarkeit.

Sandra und Laura haben mich – beide auf ihre eigene Weise – an etwas erinnert. 🧡

Das Leben wartet nicht auf den perfekten Zeitpunkt. 🌟

Deswegen: Wieso warten auf die Pension? Wieso warten auf nächsten Monat? Auf nächstes Jahr? Auf die Beförderung? Auf den Traumprinzen? Auf die Motivation?

Also:
– buche den Trip an deinen Wunsch-Ort, den du schon immer besuchen wolltest 🏝️
– benutze dein teures Geschirr – jeden Tag!
– trage dein Lieblingskleid oft und strahle dabei 💃🏼
– baue dir dein Traum-Haus und beziehe es (aktuell zwei meiner Yoga-Ladies)
– plane und wage die Atlantik-Segel-Überfahrt (auch eine mutige Yoga-Lady) ⛵️
– starte ein neues Hobby
– trete aus deiner Komfortzone und gehe auf ein Date mit dir alleine – einen ganzen Tag und verwöhne dich richtig
– küsse und umarme deinen Lieblingsmenschen öfters
– wage den Job-Wechsel, den du dir schon lange überlegst (mein Götti hat mit über 50 noch studiert)
– höre nicht auf die verurteilende Meinung anderer (nur auf konstruktives Feedback) ☺️

Es ist dein Leben, deine Zeit und deine Geschichte. ✨

Wir sehen uns auf der Matte: morgen Mittwoch am See! 🧘🏼‍♀️🌷

PS: Cheers auf Sandra und Laura an dieser Stelle. Und auf deine Liebsten, welche bereits über die Regenbogenbrücke gegeangen sind. 🧡

Raum zum Durchatmen: Warum langsamer manchmal genau richtig ist.


Diese Woche begleitet mich ein afrikanisches Sprichwort, das ich schon lange sehr mag:

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ 🌱

Kennst du diese Tage, an denen draussen alles grau, nass und kalt ist und man das Gefühl hat, die Welt läuft automatisch ein bisschen langsamer?

Solche Tage, an denen Entschleunigung richtig gut tut.Eine entspannte Playlist im Hintergrund. Die Yogamatte ausrollen. Sich ein bisschen Bewegung schenken. Vielleicht ein warmes Fussbad nehmen oder sich etwas richtig Leckeres kochen.

Bei mir wurde es heute ein Schmorgericht. 😋

Und irgendwie musste ich schmunzeln – weil es perfekt zum Thema passt. Schmorgerichte sind ja nicht gerade für ihre Eile bekannt.

Sie brauchen Zeit.

Und vielleicht gilt das manchmal auch für uns. 😌

Vielleicht müssen wir nicht an jedem Tag produktiver, schneller oder effizienter sein.

Vielleicht gibt es Tage, die eher nach heissem Tee, einem guten Buch, einer Lieblingsserie und einem etwas weicheren Tempo verlangen.

Und genau darum geht es auch in der akutellen Yogalektion.

Wir nehmen bewusst etwas Tempo raus.

Nicht um weniger zu machen – sondern um mehr wahrzunehmen und zu spüren. 💆🏼‍♀️

Wir bewegen uns gemütlich, sanft, weich und langsam.

Du kannst dir auch vorstellen, dass wir neben scheuen Tieren praktizieren, die wir nicht erschrecken möchten.

Und oft passiert genau dort etwas Spannendes:

Wenn wir aufhören zu ziehen und alles beschleunigen zu wollen, entsteht plötzlich Raum.

Raum zum Durchatmen.

Raum zum Spüren.

Raum zum Staunen. ✨

Ich wünsche dir diese Woche Momente, in denen du dir genau das erlauben kannst.

Und falls wir uns auf der Matte sehen:
Ich freue mich auf dich. 🧡


Bild von Nadine Fischer 📸

Warum Lucky Elephant entstanden ist. Gedanken über echte Verbindung, persönliche Wege und das, was meine Stunden prägt.


In den letzten Wochen haben mich viele Nachrichten und Begegnungen sehr berührt.

Und gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass gerade bei vielen Menschen einiges in Bewegung ist. 🌬️🌀

Veränderungen, neue Wege, Abschiede, Aufbrüche – und dieses leise Gefühl, dass sich etwas neu sortiert.

Nach meinem letzten Newsletter und dem Blogartikel haben mir einige von euch geschrieben, dass sie sich in meinen Texten wiederfinden, sich abgeholt fühlen oder dadurch noch besser verstehen, wofür Lucky Elephant eigentlich steht.

Das hat mich zum Nachdenken bewegt.

Denn oft sehen wir im Alltag nur kleine Ausschnitte voneinander.

Eine Yogastunde, eine Instagram-Story oder einen kurzen Austausch nach der Lektion. 😊

Deshalb habe ich meine „Über-mich-Seite“ komplett neu geschrieben.

Nicht perfekter.
Sondern klarer und irgendwie mehr angekommen.

Es geht darin nicht nur um Yoga, sondern auch darum, warum ich diesen Raum überhaupt geschaffen habe, was meine Stunden prägt und wer eigentlich hinter Lucky Elephant steckt. 🐘💞

Vielleicht möchtest du ja reinschauen:
https://luckyelephant.ch/portrait/

Und vielleicht erkennst du darin auch einiges wieder, dass du bereits in meinen Stunden gespürt hast.

Ich wünsche dir eine schöne Woche – mit genug Raum zum Durchatmen, gutem Essen und vielleicht sogar ein bisschen stillem Staunen. ☺️

Und falls wir uns diese Woche auf der Matte sehen:
Ich freue mich auf dich! 🧡
Selina

PS: Die aktuelle Lektion der Woche dreht sich genau um dieses Thema.
Wie wir trotz Veränderung beweglich bleiben können – und gleichzeitig Stabilität und Ruhe in uns finden.

PPS: Bild von Nadine Fischer 📸

Gestern wurde ich angefahren – und was danach passiert ist.


Gestern am frühen Morgen wurde ich als Velofahrerin auf der Hauptstrasse angefahren von einem Auto, das eine schnelle und falsche Kehrtwendung machte. 🚙💨

Das Ganze ging so schnell, dass ich weder abbremsen, noch die Kollision verhindern konnte.

Das schwarze Auto prallte seitlich in mich und mein Velo, ich landete mit einem grossen Wrrrums auf der Motorhaube und von da wie ein Pingpong Ball auf dem Boden.

Mein erster Gedanke: „Das knallt ganz schön heftig, wenn man aufprallt!“ 😯

Der zweite Gedanke: „Nein…mein Velo Hidalgo!!!“ (Er liegt auf dem Boden neben mir).

Mein dritter Gedanke: „Nein…meine Yoginis!“

Und dann: „Bin ich unverletzt?“ 🤔

Da stehe ich bereits frontal vor dem Auto, welches zum Glück abgebremst hat nach dem Zusammenprall und gestikuliere der Fahrerin: „Was läuft eigentlich?“ 🤨

Sie sitzt versteinert und mit mega erschrecktem Gesicht im Auto. Ich kann sehen, dass ihr Atem stossweise und hektisch ist.

Ich fasse mir mit einer Hand ans Herz, mache einen tiefen und bewussten Atemzug und deute eine Yoga-Gebets-Haltung Bewegung an. 🙏🏼

Dann gestikuliere ich ihr mit einer einladenden Bewegung, ob sie kurz aussteigen möchte.

Sie kommt auf mich zu, entschuldigt sich in aller Form und wir beide sind total erleichtert, dass auf den ersten Blick nichts Schlimmeres passiert ist.

Die Velofahrerin und Zeugin hinter mir belehrt sie, dass sie so eine Kehrtwende nicht hätte machen dürfen und wie sie um Himmels Willen die korrekt entgegenkommenden Velos nicht gesehen hätte?

Die Fahrerin ist ganz aufgelöst, entschuldigt sich nochmals mehrmals und sagt, dass sie heute ihren ersten Arbeitstag hat.

Als ich ihren Badge sehe, frage ich sie: „Oh, arbeitest du im LUKS?“ 👩🏼‍⚕️

Es stellt sich heraus, dass sie als Ärztin auf einer chirurgischen Abteilung beginnt.

Die Velofahrerin hinter mir: „Ahh, ich arbeite auch im LUKS in der Pathologie!“

Nach einigen Minuten von gegenseitigem Austausch und Durchatmen, tauschen wir Kontaktdaten aus und wünschen uns einen guten Tag.

Kurz checke ich Hidalgo, dessen Sattel neu gerichtet werden muss und fahre die letzten 500 Meter hoch zum Spital. 🚴🏼‍♂️

Den Morgen verbringe ich auf dem Notfall.

Sie checken mich gründlich und mit viel Sachverständnis durch: GCS, Pupillenkontrolle, Kreislaufwerte, Abtasten der Wirbelsäule, Rippen und Schultern, 2 Röntgen der linken Schulter, die mittlerweile schmerzt, Rotatorenmanschetten-Tests und diverse Sonografien von Herz, Lunge, Blase und Urintest. 🩻

Ich kriege sogar Besuch von einer lieben Freundin, meiner Schichtleitung und einer Yogini. Danke an dieser Stelle an Lilith, Yvonne und Constanze. 🧡

Die beste Nachricht: Bis auf eine Prellung der linken Schulter und einem kleinen Schrecken hatte ich einen sehr fleissigen Schutzengel – wie mir die Notfallärzte mitteilen. 🤗

Nach dem Abholen der Schmerzmedikamente darf ich das Spital verlassen.


Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. 🤗

Dieser Moment hat mich erschreckt – und gleichzeitig zurück zu etwas gebracht, das ich aus dem Yoga kenne:

den Atem. 🌬️

Dieses kurze Innehalten, dieses Spüren: „Ich bin da. Ich bin okay.“

Noch bevor ich alles realisiert habe, war genau das da. 

Vielleicht ist das die eigentliche Praxis:
Dass sie uns trägt, wenn wir sie am wenigsten erwarten. ❤️

Ich freue mich, diese Woche wieder mit euch auf der Matte zu sein. 🧘🏼‍♀️☺️


PS: Im Nachhinein musste ich schmunzeln:
Ausgerechnet eine Neurochirurgin fährt mich an – und eine Pathologin ist Zeugin.
Das Leben hat manchmal einen ganz eigenen Sinn für Ironie. 🤔😉

Ein Vokal, ein Lachen – und ein bisschen Mut. Warum kleine Fehler uns weiterbringen als Perfektion.

Geschrieben von   in 


Mutig zu sein kann ganz verschiedene Formen haben.

Als ich letzten Monat in Sardinien war, habe ich mir im Vorfeld einige kleine Sprachkenntnisse angeeignet. 🇮🇹

Einfache Dinge wie höfliche Begrüssungen und Verabschiedungen.

Sehr wichtig in Italien: Man betritt nie ein Geschäft ohne zu grüssen, das gilt direkt als unhöflich – und man outet sich als Tourist.

Auch einige einfache Konversationen in Alltagssituationen habe ich mir eingeprägt.

Zum Beispiel, um beim Kellner die leckerste Trüffel-Pasta zu bestellen, mich zu bedanken, einen Caffè zu bestellen und anschliessend um die Rechnung zu bitten.

Oder auf dem lebhaften Wochenmarkt nach spezifischen Produkten zu fragen. Denn ich wollte unbedingt den Erdbeerbaum-Honig probieren (Miele di corbezzolo sardo). 🍯

Ich sag dir: Der ist unglaublich lecker und einzigartig. ☺️

Beim Sprachenlernen kommt das Hörverständnis meist zuerst. Das Sprechen dauert etwas länger – und braucht oft ein bisschen Überwindung und Mut.

Es ist wie beim Yoga: Man probiert, tastet sich heran – und nicht alles gelingt auf Anhieb.

Manche Bewegungen fühlen sich sofort stimmig an, andere brauchen Zeit.

Und genau darin liegt der Fortschritt.


So war es auch an diesem Sonntag, als ich mein Italienisch ausprobiert habe:

Mein Partner und ich sind eingeladen zu einem grossen Mittagessen mit mehreren Gängen, das sich über Stunden erstreckt.

Das übergeordnete Thema ist Fisch und Meer.
Salvatore, ein enger Freund des Gastgeberspärchens ist einer der besten Fischer in der Stadt und bringt die leckersten Zutaten mit: Meeresfrüchte, Fisch, Sardinen, Garnelen. 🐟

Alle ankommenden Gäste bringen etwas mit: eine Vorspeise, ein Getränk, ein Dessert, einen Likör.

Mein Partner und ich bringen frischen Ricotta, den wir alle als Zwischengang mit dem Erdbeerbaum-Honig geniessen.

Auch eine 1,5 Liter Flasche bester Moët Champagner wird geköpft. 🍾

Dann wird eine echte sardische Spezialität serviert: Fregola sarda. Perlförmige, kleine Pasta-Kügelchen aus Hartweizengriess.

Die Gastgeber haben sie klassisch mit Meeresfrüchten zubereitet.

Ich liebe das Gericht – und nehme gerne eine zweite Portion, als ich gefragt werde, ob es mir schmeckt.

Ich antworte: La fragola sarda è buonissima!“

Die Leute am Tisch müssen direkt schmunzeln und lachen.

Sanft korrigieren sie mich:
FrAgola sind Erdbeeren.
FrEgola sind die Pastakügelchen.

Ok, wieder etwas gelernt. Ein Vokal verändert alles. 😅

Und da liegt der Punkt: Es braucht mutiges Probieren, damit überhaupt Fehler entstehen. Und genau diese kleinen Fehler führen wiederum zu Fortschritt.

Das darfst du diese Woche gerne auch auf der Yogamatte anwenden. Die aktuelle Lektion eignet sich wunderbar dafür. 🧘🏼‍♀️


Und als kleine Achtsamkeitsübung für deinen Alltag: 🌟
Wann beobachtest du Mut bei deinen Mitmenschen?
Welche aktuelle Entscheidungen von dir brauchen Mut?

– etwas Neues ausprobieren, die Komfortzone verlassen
– um Unterstützung bitten
– ein schwieriges, aber wichtiges Gespräch führen
– jemanden ansprechen
– für dich selbst einstehen
– gesunde Grenzen setzen
– Verletzlichkeit und Schwäche zeigen
– dir einen Fehler eingestehen
– Nein sagen
– dich entschuldigen
– eine vorherige Entscheidung revidieren

Mutig sein kann viele Formen haben. 🤗

Was bedeutet es für dich im Moment, mutig zu sein? ✨


PS: Das Bild zeigt meinen Lieblingskäse-Stand am Markt in Olbia.☺️🧀

Kleine Schritte grosse Aha-Momente. Warum Fortschritt im Yoga schneller kommt, als man denkt.


Zwei neue Yoginis haben diese Woche sinngemäss etwas gesagt, das ich immer wieder höre:

„Es ist beeindruckend, wie schnell man sich mit den Haltungen vertraut fühlt… und wie fliessend sich die Übungs-Abfolgen anfühlen!
Man hat nach der zweiten Lektion bereits so viele Erfolgserlebnisse!“
🤩

Das erlebe ich häufig – gerade von Menschen, die mit Yoga neu beginnen.

Diese Erlebnisse sind für alle im Raum sehr belohnend und wunderschön zu beobachten.

Ich sage immer:
„Ich habe den tollsten Job der Welt: ich darf schönen Menschen beim Bewegen und Aufblühen zusehen – und beobachten wie sie in ihre Kraft kommen und sich selbst positiv überraschen.“ 🧘🏼‍♀️

Wir trainieren immer in einer kleinen und familiären Runde.

Das ist ebenfalls sehr entlastend, weil du nicht in einem grossen Raum bist mit einem Dutzend Menschen, die vielleicht vieles bereits in- und auswendig kennen.

Du darfst einfach so kommen, wie du gerade bist.

Mit dem Energielevel, das deinen Tag oder deinen Zyklus wiederspiegelt.

Darauf bauen wir flexibel und individuell auf – und du wirst ganz natürlich deine Erfolgserlebnisse haben. 🤗

Ja, zwischendurch kann es durchaus intensiv und schwitzig werden. 😮‍💨

Dann darfst du auch mal fluchen, dir ein Zwischenpäusli nehmen, etwas trinken oder in der Haltung des Kindes entspannen.

Um so belohnender ist die Schlussentspannung  – und das friedliche, geerdete Gefühl danach. 😌

Sehr gerne darfst du mir auch deine Wünsche zu Lektionen bringen.

– eine Haltung, die du schon lange üben wolltest
– deine Lieblingsübung, die ich öfters einbauen darf
– oder eine Abfolge, die dich interessiert?

Für diese Woche hat Vanessa sich „Mond-Grüsse“ gewünscht. 🌝

Sehen wir uns bald auf der Matte? 🧘🏻

Die Yoga-Polizei hat heute frei: Ein paar „Regeln“, die du bei mir getrost vergessen darfst.


Du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich auf meinem Yoga-Weg bereits alles für abenteuerliche und lustige Statements gehört habe.

Und zwar darüber, was als Yogi oder Yogini erlaubt sein soll und was eben gerade nicht. ☝🏼

Zum Beispiel, dass enge Yoga-Hosen nicht gern gesehen sind. Höchstens geduldet.

Ebenso das Trinken von Wasser während der Lektion. Das war wirklich verboten. Keine Trinkflaschen im Yoga-Raum. Und das für 2-stündige Yoga-Einheiten. Kann sich keiner vorstellen. 😏

Oder, dass ein Yoga-Praktizierender keinen Kaffee trinken soll. Grundsätzlich nicht. ☕️

Dass Socken nicht erlaubt seien.

„Die Wand als Hilfsmittel zu benutzen ist ebenfalls tabu. Und alle anderen Hilfsmittel auch.“

„Man darf während der Schlussentspannung nicht einschlafen.“ 😴

„Und während Yoga Nidra sowieso nicht…“ (Zum Verständnis: Yoga Nidra ist eine tiefe Entspannungstechnik, die rein im Liegen geübt wird.)

„Yoga in Jeans zu praktizieren gehört sich nicht.“

„Während der Yoga-Lektion zu lachen, auch nicht.“ (Ich habe spätestens jetzt soooo viele Fragen…🤔)

„Es gibt nur eine richtige Art, den Kopfstand zu üben. Oder die Vorbeuge. Oder den Sonnengruss.“

„Es ist nur eine richtige Yoga-Einheit, wenn sie mindestens eine Stunde dauert.“ ⏰

„Die Übung muss so lange gehalten werden, wie die Lehrerin oder der Lehrer es fordert.“

„Wenn die Yoga-Lehrerin nicht meditiert (und da gibt’s strenge Zeitvorgaben), ist sie kein richtiger Yoga Teacher. Fürs Mantra-Singen gilt das gleiche.“ 🎶

Ich könnte dir noch viele solcher Beispiele nennen. Dies waren die Statements, die mir ganz spontan eingefallen sind.

Ob du es glaubst oder nicht, ich komme von solch einer äusserst strengen, dogmatischen Yoga-Schule. Und viele der obigen Beispiele habe ich dort erklärt bekommen. ☝🏼

Dass wir uns richtig verstehen: Ich habe mein Yoga Teacher Training (TTC) trotzdem geliebt und bin mit ganzem Herzen dabei gewesen. Auch der Austausch mit meinen Mit-Yogis und Yoginis aus aller Welt war super. 🧘🏼‍♀️🧡

Aber ich habe gleichzeitig auch für mich gemerkt, dass mein Yoga Unterricht anders aufgebaut sein soll.

Und zwar auf „Dürfen und nicht Müssen“. Auf Wahlmöglichkeiten ausgerichtet. Und mit Support, da wo du ihn benötigst. 💞

Ich mag es zum Beispiel, Hilfsmittel einzusetzen, um gerade komplexere Haltungen auch Yoga-Beginner/innen auf sichere Art zu vermitteln und zu ermöglichen. 🤸🏻‍♂️

Die grossen Fortschritte zu beobachten während solch einer Lektion ist wundervoll!

Wir erinnern uns zum Beispiel an die Lektionen mit dem Thema: Kopfstand…

Zu Beginn der Lektion wurde ich teils mit grossen Augen angeschaut. 👀

Nach dem Aufwärmen, den Vorübungen, sanftem Herantasten, verschiedenen Varianten und gezieltem Einsatz der Wand: Überraschung! 🎉

Eure Ergebnisse waren enorm beeindruckend! Alle hatten ein Erfolgserlebnis!

Und es waren Yoginis dabei mit verschiedensten Yoga-Erfahrungen. Von Beginner, über Gelegenheits-Übenden bis zu bereits erfahrenen Yoginis. 🧘🏽

Daher: egal, ob du ins Studio kommst…
– mit oder ohne Wasserflasche
– nach 5 (oder 10) Tassen Kaffee
– in Socken oder barfuss oder bauchfrei
– fluchend bei Schwierigkeiten
– in Jeans oder engen Yogahosen 👖
– egal, ob du Support benötigst von der Wand
– oder einschläfst während der Schlussentspannung

Willkommen an Bord! Du bist genau richtig hier! 💞

Wie geht es dir mit der Yoga-Polizei? 🚓
Bist du auch schon Mal mit ihr aneinander geraten?
Hast du eine Anzeige gekriegt wegen eines Vergehens? 😉

Und: Welche anderen Polizisten kennst du noch? Die Waschküchen-Polizei zum Beispiel scheint in der Schweiz ja eine grosse Anhängerschaft zu haben… 🧺🚨

Schreibe mir deine Gedanken per Mail oder WhatsApp!

079/ 405 65 50
luckyelephantyoga@yahoo.com


P.S. Hier noch einige Inspirationen und Beispiele von Yoga-Teacher, die die Yoga-Polizei ebenfalls ignorieren. Du findest sie auf Instagram.

– Bonnie Weeks, bekannt für ihre kreativen Flows und sie schwört auf das Üben in Jeans. Bei ihr habe ich die Ausbildung „Flow School“ absolviert im Oktober 2024.  
https://instagram.com/carrot_bowl_bonnie?igshid=YmMyMTA2M2Y=

– Lotta Sebzda, eine 59 Jahre junge Yogalehrerin und Grossmutter aus Stockholm, die stark wie ein Ochse ist und beweist, dass Alter nur eine Zahl ist.
Ich liebe ihre junggebliebene, fröhliche Art und den Hashtag #yogagrandma
https://instagram.com/lottasebzdayoga?igshid=YmMyMTA2M2Y=

– Yogi Bryan, er macht tolle Yoga-Comedy, viele Kurz-Meditationen und ja, Bryan flucht oft (eigentlich ständig), aber immer mit einem Augenzwinkern. Da kann der Tag noch so intensiv sein, Bryan bringt mich zum Lachen.
https://instagram.com/yogi_bryan?igshid=YmMyMTA2M2Y=


📸 Das Bild entstand an meinem Umzugstag.🧘🏼‍♀️ 


Yoga passt sich dir an – nicht umgekehrt


Vorgestern habe ich ein intensives Mini-Workout gemacht. 🤸🏻‍♂️

Es waren nur 6 einzelne Übungen mit jeweils 10 Repetitionen – und das Ganze 2x.

Innert 15 Minuten habe ich die Übungen abgeschlossen: glücklich, verschwitzt und mit einem Puls von 155. 😮‍💨

Anschliessend habe ich gezielt einige entspannte Dehnungen für die grossen Muskelgruppen angefügt.

Trotzdem spüre ich heute deutlichen Muskelkater – vor allem in Armen, Schultern und Oberkörper.

Und genau in solchen Momenten bin ich besonders dankbar für Yoga – es passt sich dem an, was gerade da ist. Nicht umgekehrt. 🧘🏼‍♀️

Man muss nicht immer alles gleich intensiv belasten.

Deshalb wir die Stunde morgen ein bisschen anders: „Fast keine Hände“.

Wir gönnen dem Oberkörper eine kleine Pause…und bleiben trotzdem im Flow – der ganze Körper darf sich bewegen und neue Wege entdecken.

Vielleicht auch genau das, was dein Körper gerade braucht.

Bist du morgen dabei? 🤩🌸


PS: Eine Yogini und liebe Freundin hat diese Woche eine Lektion mit weniger Belastung auf den Händen gewünscht.

Und genau daraus ist auch das Thema entstanden.

Auch du darfst jederzeit deine Wünsche einbringen: Wenn du etwas brauchst, oder ausprobieren möchtest, sag es mir gerne!

Ich passe die Stunden flexibel an. 🤗 

Zwischen Öffnen und Schliessen – Warum uns dieser natürliche Rhythmus gerade gut tut.


In den letzten Tagen und Wochen spürt man, dass im Aussen gerade viel im Tun und Bewegen ist. 🌬️

Nachrichten, Diskussionen, Entwicklungen – vieles wirkt dichter und schneller als sonst. 🌀

Gerade in solchen Zeiten tut es gut, sich wieder an etwas sehr Einfaches zu erinnern: an den natürlichen Rhythmus von Öffnen und Schliessen.

Es gibt Momente in unserem Leben, in denen wir uns öffnen – für Begegnungen, Erfahrungen oder neue Ideen. 🤗

Und es gibt Zeiten, in denen wir uns wieder nach innen wenden, um ruhig zu werden, nachzudenken und Kraft zu sammeln. 😌

Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, diesen natürlichen Rhythmus wieder bewusst zu spüren.

Auf der Matte – und auch im Alltag.

Ich freue mich, diesen ruhigen Bewegungsfluss mit dem Thema „Öffnen und Schliessen“ diese Woche mit euch zu teilen. 🧡

Unsere Yogalektion verkörpert genau dieses Thema.

Sehen wir uns auf der Matte? 🧘🏼‍♀️


PS: Anschliessend gibt es eine Ferienpause bei Lucky Elephant. Ich werde fast 3 Wochen auf Sardinien geniessen und wir starten erneut mit voller Kraft ins Yoga am Mittwoch, 01. April 2026. 🤩💃🏼


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