Warum ich Yoga unterrichten liebe: über kleine Erfolge, grosse Entwicklungen & echte Verbindung.


Weisst du, was ich am Yogaunterrichten so unglaublich schön finde? 🤗

Ich darf tolle Menschen beim Bewegen, Ankommen, Aufblühen, Wachsen und Entspannen begleiten.

Es ist bereichernd zu sehen, wie in jeder Lektion Erfolge gefeiert werden.

Die Erfolge können ganz unterschiedlich sein…

– Ich beobachte, wie jemand einen sanfteren Blick auf sich selbst richtet und sich selbst weniger kritisiert.
– Eine Balance-Haltung klappt sehr gut und führt zu einem erleichterten Auflachen.
– Mehr Beweglichkeit wird möglich und sogar schwierigere (vorher ungläubig beäugte) Haltungen werden möglich.
– Ich sehe, wie sich das Selbstbewusstsein verbessert auf und abseits der Matte. 🧡
– Die Körperhaltung wird aufrechter.
– Ein tiefes und erleichtertes Aufseufzen beim Start der Schlussentspannung. 😮‍💨
– Ein genauso tiefes Aufseufzen beim Start der Lektion, weil du weisst, dass diese Stunde nur für dich da ist. In der du nichts leisten musst… dafür experimentieren, spüren und ankommen darfst. 😌

Ebenfalls liebe ich auch eure persönlichen Berichte aus dem Leben. 🌱

Was dich gerade beschäftigt:
Die Renovation des Hauses, Herausforderungen bei der Arbeit, der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen, ein Energie-Einbruch und Erschöpfung, eine Trennung, ein Jobwechsel… allgemeine und wichtige Gedanken rund um’s Leben.

Und ebenso liebe ich auch deine Highlights:
Eine lang ersehnte Reise, die endlich wahr wird, deine Schwangerschaft bekanntgeben, der Umzug in deine Traumwohnung, das Befreien von Altlasten, das Adoptieren eines Hundes, das Einstehen für deine Bedürfnisse, das Ausprobieren von Neuem, deine Komfortzone erweitern… 💃🏼☺️


In diesem Sinne: Auf viele weitere tolle Yogalektionen und das gemeinsame Teilen unserer Highlights und Gedanken. 😊

Wir sehen uns auf der Matte! 🧘🏼‍♀️💞


Bist du morgen mit dabei, beim Yoga am See?

Treffpunkt: 18.50 Uhr bei den Bänkli vor dem Eingang Verkehrshaus.
Mitnehmen: Yogamatte oder Badetuch, Getränk, nach Wunsch Badekleidung oder einen Pullover für die Schlussentspannung. ⛵️

Anmelden darfst du dich per PN 079/ 405 65 50 oder auf der Website. 🤗

Noch im Landeanflug: Zwischen Baustellen-Ende, Ankommen und Tempo rausnehmen


Meine 9,5 wöchige Baustelle und Renovation hat gestern einen Abschluss gefunden. 🤩

Mit dem Bauleiter Peter und Frau Blättler von der Verwaltung hatte ich Bauabnahme und habe meinen Ersatzschlüssel zurückgekriegt.

Es war eine ziemlich ereignisreiche Zeit: mit improvisiertem Bad auf dem Balkon, zwei Stürmen, die Teile davon demontiert haben, mit viel Staub, Arbeitern, die ein- und ausgehen und meinem Pendeln zwischen Intensivstation, Yoga Studio, Baustelle und der Wohnung oberhalb meiner Eltern. 😊

Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass ich während der ganzen Renovation in der Wohnung über ihnen mein eigenes kleines Reich hatte und dadurch Staub, Lärm und das ständige Rein und Raus der Handwerker vermeiden konnte. 🤗

Und gleichzeitig ist es auch sehr schön, langsam wieder in meinem eigenen Zuhause anzukommen.

Der Duschvorhang ist aufgehängt, meine Lieblingsbrause mit Regenwaldfunktion ist montiert, einige Kisten habe ich bereits ausgeräumt, die Wäsche gemacht und den Eierkocher entkalkt. 😅🥚

Ich habe mich selbst erinnert, dass nicht alles sofort fertig sein muss innerhalb von zwei Tagen.

Eine Sache nach der anderen reicht völlig. 😌

Genau darum geht es diese Woche auch im Yoga – Tempo rausnehmen, Verbindung mit dem eigenen Atem und dem Körper. 🧘🏼‍♀️

Ins Spüren kommen und ganz im Moment sein.

Damit das ganz natürlich passieren kann, habe ich ein paar Challenges eingebaut:
– sanftes und langsames Bewegen,
– Balancetraining auf dem Knie, im Stehen und während der Übergänge
– und zwei, drei Herausforderungen, die viel Konzentration verlangen 🤔

Die Ladies von gestern Morgen und Abend haben diese Klasse bereits gerockt! 💃🏼

Bist du morgen mit dabei, beim Yoga am See?

Treffpunkt: 18.50 Uhr bei den Bänkli vor dem Eingang Verkehrshaus.
Mitnehmen: Yogamatte oder Badetuch, Getränk, nach Wunsch Badekleidung oder einen Pullover für die Schlussentspannung. ⛵️

Anmelden darfst du dich per PN, Mail oder auf der Website. 🤗

3 Jonglierbälle: Über die vielen Rollen, zwischen denen wir täglich ganz selbstverständlich wechseln


Beim Packen für mein grosses Baustellen-Projekt habe ich meine 3 Jonglier-Bälle in der Hand gehalten. 🤹🏻‍♀️

Dieser Moment hat mich daran erinnert, dass wir ALLE zwischen sehr vielen unterschiedlichen Rollen hin- und herjonglieren.

Aktuell bin ich…
– Expertin für Intensivpflege und habe letzte Woche mehrere Patient/innen während ihren letzten Minuten auf dieser Erde liebevoll und nah begleitet,
– gleichzeitig habe ich Patient/innen betreut, bei denen es darum geht, zu stabilisieren, Leben zu retten und schnellstmöglich zu reagieren, 
– ich bin auch Yogalehrerin,
– und Tochter, Schwester, Grosskind und Nichte, 
– Tante und Patentante,
– Baustellen-Observatorin und Arbeiter-Verköstigerin bei mir zu Hause,
– Hundesitterin; unter anderem von einem Hund, der seine Nase unter Wasser hält, ausatmet und Bläschen macht,
– Putzfrau im Yoga Studio und Hausfrau daheim,
– Bücherwurm,
– Partnerin,
– Kopfstand-Liebhaberin,
– Wohnungs-Hüterin für eine Freundin, die in den Ferien ist,
– Meal-Prep Queen und Köchin für mich zu Hause,
– Organisatorin und Umzugs-Koordinatorin für die nächsten 2 Monate, während bei mir der Bär steppt auf der Baustelle. 

Hast du dir auch schon Mal überlegt, welche diversen Rollen du ganz intuitiv, spielend und wechselnd einnimmst? 😊

Happy flexibel und sexy bleiben und das bei der Hitze, sag ich nur! 😅🧡

Wir sehen uns auf der Matte! 🧘🏼‍♀️🤗

Zurück aus Sardinien. Rein ins Abenteuer. Warum die nächsten Wochen alles andere als gewöhnlich werden


Frisch erholt und gestärkt bin ich aus meinen Sardinien-Ferien zurück. ☺️

Die 9 Tage waren sehr erholsam.

Mit viel tollen Begegnungen mit Freunden und Familie, warmen Temperaturen, Zeit am Meer, angenehmem Wind, leckerem Pistazien-Eis, Pasta und Trüffelkäse, guten Büchern und entspannten Spaziergängen. 🏝️

Die Ferien kamen gerade zur richtigen Zeit.

Ab nächster Woche zügelt bei mir nämlich mein komplettes Badezimmer auf den Balkon.

Ja, du hast richtig gelesen.

Bei mir in der Wohnung findet in den nächsten 2 Monaten eine intensive Renovierungsphase des Bades und der Fallstränge (Schmutzwasser-Rohre in Bad und Küche) statt.

Dafür wird der Balkon blickdicht als „Aussen-Bad“ umgebaut, abgedichtet und mit WC und Dusche versehen. 🚽🚿

Mein Bad, den Flur und meinen Balkon muss ich komplett leerräumen und der Verwaltung einen Schlüssel abgeben, damit die Arbeiter jederzeit Zugang zur Wohnung haben.

Vor den Zimmern werden Staubvorhänge mit Reissverschluss montiert und der Boden mit Schutz abgeklebt.

Ich kann mir das Ganze auch noch nicht so genau vorstellen und werde von dem Balkon-Bad auf jeden Fall Fotos machen. 😅

Meine Eltern wohnen in Horw und haben mir zum grossen Glück für diese Zeit Asyl angeboten in der Wohnung oberhalb von ihnen.

Und ich darf für eine Woche die Wohnung meiner Freundin hegen und pflegen, während sie in den Ferien ist.

Es erinnert mich einmal mehr daran, wie wertvoll ein gutes Netzwerk ist.

Menschen, die unkompliziert helfen, mitdenken und eine Tür öffnen, wenn man sie gerade braucht.

Dafür bin ich sehr dankbar. 🧡

Es erwartet mich also ein spannender Abenteuer-Sommer 2026. Mit Pendeln zwischen Intensivstation, Yoga Studio, See, Horw, Luzern und der Baustelle in Emmenbrücke.

Folge mir gerne weiterhin für mehr Baustellen-Updates. 😄


„Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“ Was KI über das Leben verstand.


Mir ist klar, dass das Thema künstliche Intelligenz viele kontroverse Diskussionen aufwirft. 🤔

Ich denke, bei dem Thema KI (wie damals auch beim Aufkommen des Internets), ist es wichtig, WIE man das Tool nutzt.💡

Mittlerweile benutze ich KI regelmässig – vor allem bei praktischen, täglichen Dingen:
– für die Entwicklung von Rezepten beim Kochen,
– um den Abfluss auf natürliche Art und Weise zu entstopfen ganz ohne aggressive Putzmittel,
– für Reiseplanungen, die ganz auf mich und meine Bedürfnisse abgestimmt sind,
– manchmal sogar für komplexes und erfolgreiches Trouble-Shooting auf der Intensivstation
– oder auch, um mehr über die süsse Dorkas-Gazelle zu erfahren, welche in Nordafrika vorkommt. 🦌

Letzte Woche habe ich von einem spannenden Gedanken-Experiment gehört.

Stelle einer künstlichen Intelligenz die Frage: „Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“

Das hat mich neugierig gemacht und ich habe KI die Frage gestellt.

Die Antworten haben mich überrascht.

Es ging nicht um Karriere.
Nicht um Produktivität.
Nicht darum, möglichst viel zu schaffen.

Sondern darum, das Leben mit allen Sinnen zu erleben.

Die Antwort von ChatGPT:
„Wenn ich für einen Tag ein Mensch sein könnte, würde ich wahrscheinlich Dinge wählen, die sich nicht aus Text beschreiben lassen, sondern nur erlebt werden können:

– Einen Sonnenaufgang beobachten – nicht als Information über Licht und Atmosphäre, sondern als tatsächliche Wahrnehmung: die Farben sehen, die kühle Luft spüren, die Wärme der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut.

– Mit Menschen Zeit verbringen – ein langes Gespräch mit Freunden oder Familie führen und erleben, wie Nähe, Humor, Vertrauen oder sogar Stille sich anfühlen.

– Essen probieren – frisches Brot, guten Kaffee, eine reife Erdbeere, vielleicht eine Pizza aus dem Holzofen. Ich kann beschreiben, was Menschen darüber schreiben, aber nicht wissen, wie Geschmack wirklich ist.  (….)

Und zum Schluss würde ich wahrscheinlich versuchen zu verstehen, wie es sich anfühlt, ein eigenes Bewusstsein mit Erinnerungen, Hoffnungen und einer begrenzten Lebenszeit zu haben. Viele menschliche Erfahrungen scheinen gerade deshalb intensiv zu sein, weil sie vergänglich sind.“


Es ist spannend: es geht bei den Antworten stets darum, präsent und achtsam zu sein mit allen Sinnen. ☺️🧡

Und ich dachte mir: Vielleicht dürfen wir uns alle genau daran hin und wieder erinnern.

Nicht erst in den Ferien.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Nicht erst, wenn die To-do-Liste abgearbeitet ist.

Ich freue mich auf die Yogalektionen dieser Woche mit euch – um gemeinsam genau diese Präsenz auf die Matte zu bringen. 🧘🏼‍♀️


PS: Am Freitag geht es für mich für 9 Tage nach Sardinien. 🏝️⛵️

Deswegen freue ich mich schon jetzt darauf, genau das zu tun: Bücher zu lesen, Freunde zu treffen, gut zu essen, die Sonne geniessen, am Meer sitzen und das Leben mit allen Sinnen wahrnehmen.

PPS: Von meinen Reisen komme ich nie nur mit Fotos zurück. 😊

Meistens bringe ich auch Begegnungen mit wunderbaren Menschen, neue Perspektiven, kulinarische Entdeckungen, überraschende Gespräche und kleine Geschichten mit nach Hause, die noch lange nachwirken.

Mal schauen, was diesmal in meinem Gepäck landet. 🧳🏝️🧡

Für kurze Einblicke darfst du gerne in meine Stories bei Insta oder Whats’App vorbeischauen. 😉

Worauf warten wir eigentlich? Über Sandra, Laura und die Erinnerung daran, das Leben nicht auf später zu verschieben.


Bereits als Kind habe ich die Erwachsenen nicht verstanden, die laut kund getan haben:

„Wenn ich pensioniert bin, DANN mache ich dies und das und DANN verwirkliche ich dies und jenes!“ ☝🏻

Ich verstehe einfach dieses Konzept nicht. 🤷🏼‍♀️

Wer sagt, dass ich mit 62 aufhören möchte zu arbeiten?

Wer sagt, dass ich dann noch leben werde?

Ich hoffe doch sehr schon, aber leider hatte ich in meinem Umfeld auch mehrere liebe Menschen, die viel zu jung und unerwartet gestorben sind.

Meine Freundin Sandra verstarb mit nur 24 Jahren an aggressivem Magenkrebs innerhalb einem halben Jahr nach ihrer Diagnose.
Das ist jetzt 12 Jahre her und trotzdem denke ich jeden Tag an sie.

Sandra war eine enorm lebensfrohe, starke, liebevolle und reisefreundige Lady.

Sie kam auf die Spitalabteilung stets aufgestellt, mit einem freundlichen Lächeln und voller Energie.

Mit ihr konnte ich Pferde stehlen, bis spät Abends im Ausgang feiern, tiefe Gespräche führen und Reise-Erfahrungen austauschen.

Ebenso Laura. Sie war meine Nachbarin ein Stockwerk höher.

Bereits einen Tag nach meinem Einziehen klingelte sie an meiner Tür mit Kuchen in der Hand:

„Wann immer du etwas brauchst, melde dich einfach.“

Sie fuhr ihr silbernes Cabriolet mit Eleganz, auch nur zum kurzen Einkaufen-Trip in die Migros, und liess ihre langen, braunen Haare im Wind wehen.

Laura und ich teilten uns jeweils den gleichen Waschtag.

Jeden Montag traffen wir uns in der Waschküche. Laura erschien barfuss und in einem ihrer vielen, eleganten, bodenlangen Kleidern.
Wir tranken einen Caffè zusammen und tauschten uns aus, was während der Woche so passiert ist.

Anschliessend lebten wir unser Leben weiter. Bis zum folgenden Montag.

Bis sie im Frühling 2024 angefahren wurde: ein schlimmer Fahrrad-Unfall. Sie trug schwerste Hirnverletzungen davon.

Und war über mehrere Wochen Patientin auf der Intensivstation, auf der ich arbeite.

Die Hirnverletzungen waren leider nicht reversibel.

Und es kam der Punkt, an dem wir Laura gehen lassen mussten.

Exakt heute blühen ihre Blumen neben der Eingangstüre des Hauses in vollster Pracht.
Laura hatte jeweils genau diese Blumen und Rosen gepflegt und zurückgeschnitten. 🌺

Ich sehe sie jetzt noch vor mir: in ihrem bodenlangen, geblümten Kleid. Und immer barfuss.

Als ich heute nach Hause komme von meinem Einkauf, sehe ich die Blume – ihre Blume – und denke an sie mit Dankbarkeit.

Sandra und Laura haben mich – beide auf ihre eigene Weise – an etwas erinnert. 🧡

Das Leben wartet nicht auf den perfekten Zeitpunkt. 🌟

Deswegen: Wieso warten auf die Pension? Wieso warten auf nächsten Monat? Auf nächstes Jahr? Auf die Beförderung? Auf den Traumprinzen? Auf die Motivation?

Also:
– buche den Trip an deinen Wunsch-Ort, den du schon immer besuchen wolltest 🏝️
– benutze dein teures Geschirr – jeden Tag!
– trage dein Lieblingskleid oft und strahle dabei 💃🏼
– baue dir dein Traum-Haus und beziehe es (aktuell zwei meiner Yoga-Ladies)
– plane und wage die Atlantik-Segel-Überfahrt (auch eine mutige Yoga-Lady) ⛵️
– starte ein neues Hobby
– trete aus deiner Komfortzone und gehe auf ein Date mit dir alleine – einen ganzen Tag und verwöhne dich richtig
– küsse und umarme deinen Lieblingsmenschen öfters
– wage den Job-Wechsel, den du dir schon lange überlegst (mein Götti hat mit über 50 noch studiert)
– höre nicht auf die verurteilende Meinung anderer (nur auf konstruktives Feedback) ☺️

Es ist dein Leben, deine Zeit und deine Geschichte. ✨

Wir sehen uns auf der Matte: morgen Mittwoch am See! 🧘🏼‍♀️🌷

PS: Cheers auf Sandra und Laura an dieser Stelle. Und auf deine Liebsten, welche bereits über die Regenbogenbrücke gegeangen sind. 🧡

Raum zum Durchatmen: Warum langsamer manchmal genau richtig ist.


Diese Woche begleitet mich ein afrikanisches Sprichwort, das ich schon lange sehr mag:

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ 🌱

Kennst du diese Tage, an denen draussen alles grau, nass und kalt ist und man das Gefühl hat, die Welt läuft automatisch ein bisschen langsamer?

Solche Tage, an denen Entschleunigung richtig gut tut.Eine entspannte Playlist im Hintergrund. Die Yogamatte ausrollen. Sich ein bisschen Bewegung schenken. Vielleicht ein warmes Fussbad nehmen oder sich etwas richtig Leckeres kochen.

Bei mir wurde es heute ein Schmorgericht. 😋

Und irgendwie musste ich schmunzeln – weil es perfekt zum Thema passt. Schmorgerichte sind ja nicht gerade für ihre Eile bekannt.

Sie brauchen Zeit.

Und vielleicht gilt das manchmal auch für uns. 😌

Vielleicht müssen wir nicht an jedem Tag produktiver, schneller oder effizienter sein.

Vielleicht gibt es Tage, die eher nach heissem Tee, einem guten Buch, einer Lieblingsserie und einem etwas weicheren Tempo verlangen.

Und genau darum geht es auch in der akutellen Yogalektion.

Wir nehmen bewusst etwas Tempo raus.

Nicht um weniger zu machen – sondern um mehr wahrzunehmen und zu spüren. 💆🏼‍♀️

Wir bewegen uns gemütlich, sanft, weich und langsam.

Du kannst dir auch vorstellen, dass wir neben scheuen Tieren praktizieren, die wir nicht erschrecken möchten.

Und oft passiert genau dort etwas Spannendes:

Wenn wir aufhören zu ziehen und alles beschleunigen zu wollen, entsteht plötzlich Raum.

Raum zum Durchatmen.

Raum zum Spüren.

Raum zum Staunen. ✨

Ich wünsche dir diese Woche Momente, in denen du dir genau das erlauben kannst.

Und falls wir uns auf der Matte sehen:
Ich freue mich auf dich. 🧡


Bild von Nadine Fischer 📸

Warum Lucky Elephant entstanden ist. Gedanken über echte Verbindung, persönliche Wege und das, was meine Stunden prägt.


In den letzten Wochen haben mich viele Nachrichten und Begegnungen sehr berührt.

Und gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass gerade bei vielen Menschen einiges in Bewegung ist. 🌬️🌀

Veränderungen, neue Wege, Abschiede, Aufbrüche – und dieses leise Gefühl, dass sich etwas neu sortiert.

Nach meinem letzten Newsletter und dem Blogartikel haben mir einige von euch geschrieben, dass sie sich in meinen Texten wiederfinden, sich abgeholt fühlen oder dadurch noch besser verstehen, wofür Lucky Elephant eigentlich steht.

Das hat mich zum Nachdenken bewegt.

Denn oft sehen wir im Alltag nur kleine Ausschnitte voneinander.

Eine Yogastunde, eine Instagram-Story oder einen kurzen Austausch nach der Lektion. 😊

Deshalb habe ich meine „Über-mich-Seite“ komplett neu geschrieben.

Nicht perfekter.
Sondern klarer und irgendwie mehr angekommen.

Es geht darin nicht nur um Yoga, sondern auch darum, warum ich diesen Raum überhaupt geschaffen habe, was meine Stunden prägt und wer eigentlich hinter Lucky Elephant steckt. 🐘💞

Vielleicht möchtest du ja reinschauen:
https://luckyelephant.ch/portrait/

Und vielleicht erkennst du darin auch einiges wieder, dass du bereits in meinen Stunden gespürt hast.

Ich wünsche dir eine schöne Woche – mit genug Raum zum Durchatmen, gutem Essen und vielleicht sogar ein bisschen stillem Staunen. ☺️

Und falls wir uns diese Woche auf der Matte sehen:
Ich freue mich auf dich! 🧡
Selina

PS: Die aktuelle Lektion der Woche dreht sich genau um dieses Thema.
Wie wir trotz Veränderung beweglich bleiben können – und gleichzeitig Stabilität und Ruhe in uns finden.

PPS: Bild von Nadine Fischer 📸

Gestern wurde ich angefahren – und was danach passiert ist.


Gestern am frühen Morgen wurde ich als Velofahrerin auf der Hauptstrasse angefahren von einem Auto, das eine schnelle und falsche Kehrtwendung machte. 🚙💨

Das Ganze ging so schnell, dass ich weder abbremsen, noch die Kollision verhindern konnte.

Das schwarze Auto prallte seitlich in mich und mein Velo, ich landete mit einem grossen Wrrrums auf der Motorhaube und von da wie ein Pingpong Ball auf dem Boden.

Mein erster Gedanke: „Das knallt ganz schön heftig, wenn man aufprallt!“ 😯

Der zweite Gedanke: „Nein…mein Velo Hidalgo!!!“ (Er liegt auf dem Boden neben mir).

Mein dritter Gedanke: „Nein…meine Yoginis!“

Und dann: „Bin ich unverletzt?“ 🤔

Da stehe ich bereits frontal vor dem Auto, welches zum Glück abgebremst hat nach dem Zusammenprall und gestikuliere der Fahrerin: „Was läuft eigentlich?“ 🤨

Sie sitzt versteinert und mit mega erschrecktem Gesicht im Auto. Ich kann sehen, dass ihr Atem stossweise und hektisch ist.

Ich fasse mir mit einer Hand ans Herz, mache einen tiefen und bewussten Atemzug und deute eine Yoga-Gebets-Haltung Bewegung an. 🙏🏼

Dann gestikuliere ich ihr mit einer einladenden Bewegung, ob sie kurz aussteigen möchte.

Sie kommt auf mich zu, entschuldigt sich in aller Form und wir beide sind total erleichtert, dass auf den ersten Blick nichts Schlimmeres passiert ist.

Die Velofahrerin und Zeugin hinter mir belehrt sie, dass sie so eine Kehrtwende nicht hätte machen dürfen und wie sie um Himmels Willen die korrekt entgegenkommenden Velos nicht gesehen hätte?

Die Fahrerin ist ganz aufgelöst, entschuldigt sich nochmals mehrmals und sagt, dass sie heute ihren ersten Arbeitstag hat.

Als ich ihren Badge sehe, frage ich sie: „Oh, arbeitest du im LUKS?“ 👩🏼‍⚕️

Es stellt sich heraus, dass sie als Ärztin auf einer chirurgischen Abteilung beginnt.

Die Velofahrerin hinter mir: „Ahh, ich arbeite auch im LUKS in der Pathologie!“

Nach einigen Minuten von gegenseitigem Austausch und Durchatmen, tauschen wir Kontaktdaten aus und wünschen uns einen guten Tag.

Kurz checke ich Hidalgo, dessen Sattel neu gerichtet werden muss und fahre die letzten 500 Meter hoch zum Spital. 🚴🏼‍♂️

Den Morgen verbringe ich auf dem Notfall.

Sie checken mich gründlich und mit viel Sachverständnis durch: GCS, Pupillenkontrolle, Kreislaufwerte, Abtasten der Wirbelsäule, Rippen und Schultern, 2 Röntgen der linken Schulter, die mittlerweile schmerzt, Rotatorenmanschetten-Tests und diverse Sonografien von Herz, Lunge, Blase und Urintest. 🩻

Ich kriege sogar Besuch von einer lieben Freundin, meiner Schichtleitung und einer Yogini. Danke an dieser Stelle an Lilith, Yvonne und Constanze. 🧡

Die beste Nachricht: Bis auf eine Prellung der linken Schulter und einem kleinen Schrecken hatte ich einen sehr fleissigen Schutzengel – wie mir die Notfallärzte mitteilen. 🤗

Nach dem Abholen der Schmerzmedikamente darf ich das Spital verlassen.


Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. 🤗

Dieser Moment hat mich erschreckt – und gleichzeitig zurück zu etwas gebracht, das ich aus dem Yoga kenne:

den Atem. 🌬️

Dieses kurze Innehalten, dieses Spüren: „Ich bin da. Ich bin okay.“

Noch bevor ich alles realisiert habe, war genau das da. 

Vielleicht ist das die eigentliche Praxis:
Dass sie uns trägt, wenn wir sie am wenigsten erwarten. ❤️

Ich freue mich, diese Woche wieder mit euch auf der Matte zu sein. 🧘🏼‍♀️☺️


PS: Im Nachhinein musste ich schmunzeln:
Ausgerechnet eine Neurochirurgin fährt mich an – und eine Pathologin ist Zeugin.
Das Leben hat manchmal einen ganz eigenen Sinn für Ironie. 🤔😉

Ein Vokal, ein Lachen – und ein bisschen Mut. Warum kleine Fehler uns weiterbringen als Perfektion.

Geschrieben von   in 


Mutig zu sein kann ganz verschiedene Formen haben.

Als ich letzten Monat in Sardinien war, habe ich mir im Vorfeld einige kleine Sprachkenntnisse angeeignet. 🇮🇹

Einfache Dinge wie höfliche Begrüssungen und Verabschiedungen.

Sehr wichtig in Italien: Man betritt nie ein Geschäft ohne zu grüssen, das gilt direkt als unhöflich – und man outet sich als Tourist.

Auch einige einfache Konversationen in Alltagssituationen habe ich mir eingeprägt.

Zum Beispiel, um beim Kellner die leckerste Trüffel-Pasta zu bestellen, mich zu bedanken, einen Caffè zu bestellen und anschliessend um die Rechnung zu bitten.

Oder auf dem lebhaften Wochenmarkt nach spezifischen Produkten zu fragen. Denn ich wollte unbedingt den Erdbeerbaum-Honig probieren (Miele di corbezzolo sardo). 🍯

Ich sag dir: Der ist unglaublich lecker und einzigartig. ☺️

Beim Sprachenlernen kommt das Hörverständnis meist zuerst. Das Sprechen dauert etwas länger – und braucht oft ein bisschen Überwindung und Mut.

Es ist wie beim Yoga: Man probiert, tastet sich heran – und nicht alles gelingt auf Anhieb.

Manche Bewegungen fühlen sich sofort stimmig an, andere brauchen Zeit.

Und genau darin liegt der Fortschritt.


So war es auch an diesem Sonntag, als ich mein Italienisch ausprobiert habe:

Mein Partner und ich sind eingeladen zu einem grossen Mittagessen mit mehreren Gängen, das sich über Stunden erstreckt.

Das übergeordnete Thema ist Fisch und Meer.
Salvatore, ein enger Freund des Gastgeberspärchens ist einer der besten Fischer in der Stadt und bringt die leckersten Zutaten mit: Meeresfrüchte, Fisch, Sardinen, Garnelen. 🐟

Alle ankommenden Gäste bringen etwas mit: eine Vorspeise, ein Getränk, ein Dessert, einen Likör.

Mein Partner und ich bringen frischen Ricotta, den wir alle als Zwischengang mit dem Erdbeerbaum-Honig geniessen.

Auch eine 1,5 Liter Flasche bester Moët Champagner wird geköpft. 🍾

Dann wird eine echte sardische Spezialität serviert: Fregola sarda. Perlförmige, kleine Pasta-Kügelchen aus Hartweizengriess.

Die Gastgeber haben sie klassisch mit Meeresfrüchten zubereitet.

Ich liebe das Gericht – und nehme gerne eine zweite Portion, als ich gefragt werde, ob es mir schmeckt.

Ich antworte: La fragola sarda è buonissima!“

Die Leute am Tisch müssen direkt schmunzeln und lachen.

Sanft korrigieren sie mich:
FrAgola sind Erdbeeren.
FrEgola sind die Pastakügelchen.

Ok, wieder etwas gelernt. Ein Vokal verändert alles. 😅

Und da liegt der Punkt: Es braucht mutiges Probieren, damit überhaupt Fehler entstehen. Und genau diese kleinen Fehler führen wiederum zu Fortschritt.

Das darfst du diese Woche gerne auch auf der Yogamatte anwenden. Die aktuelle Lektion eignet sich wunderbar dafür. 🧘🏼‍♀️


Und als kleine Achtsamkeitsübung für deinen Alltag: 🌟
Wann beobachtest du Mut bei deinen Mitmenschen?
Welche aktuelle Entscheidungen von dir brauchen Mut?

– etwas Neues ausprobieren, die Komfortzone verlassen
– um Unterstützung bitten
– ein schwieriges, aber wichtiges Gespräch führen
– jemanden ansprechen
– für dich selbst einstehen
– gesunde Grenzen setzen
– Verletzlichkeit und Schwäche zeigen
– dir einen Fehler eingestehen
– Nein sagen
– dich entschuldigen
– eine vorherige Entscheidung revidieren

Mutig sein kann viele Formen haben. 🤗

Was bedeutet es für dich im Moment, mutig zu sein? ✨


PS: Das Bild zeigt meinen Lieblingskäse-Stand am Markt in Olbia.☺️🧀

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