„Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“ Was KI über das Leben verstand.


Mir ist klar, dass das Thema künstliche Intelligenz viele kontroverse Diskussionen aufwirft. 🤔

Ich denke, bei dem Thema KI (wie damals auch beim Aufkommen des Internets), ist es wichtig, WIE man das Tool nutzt.💡

Mittlerweile benutze ich KI regelmässig – vor allem bei praktischen, täglichen Dingen:
– für die Entwicklung von Rezepten beim Kochen,
– um den Abfluss auf natürliche Art und Weise zu entstopfen ganz ohne aggressive Putzmittel,
– für Reiseplanungen, die ganz auf mich und meine Bedürfnisse abgestimmt sind,
– manchmal sogar für komplexes und erfolgreiches Trouble-Shooting auf der Intensivstation
– oder auch, um mehr über die süsse Dorkas-Gazelle zu erfahren, welche in Nordafrika vorkommt. 🦌

Letzte Woche habe ich von einem spannenden Gedanken-Experiment gehört.

Stelle einer künstlichen Intelligenz die Frage: „Was würdest du tun, wenn du für einen Tag ein Mensch sein könntest?“

Das hat mich neugierig gemacht und ich habe KI die Frage gestellt.

Die Antworten haben mich überrascht.

Es ging nicht um Karriere.
Nicht um Produktivität.
Nicht darum, möglichst viel zu schaffen.

Sondern darum, das Leben mit allen Sinnen zu erleben.

Die Antwort von ChatGPT:
„Wenn ich für einen Tag ein Mensch sein könnte, würde ich wahrscheinlich Dinge wählen, die sich nicht aus Text beschreiben lassen, sondern nur erlebt werden können:

– Einen Sonnenaufgang beobachten – nicht als Information über Licht und Atmosphäre, sondern als tatsächliche Wahrnehmung: die Farben sehen, die kühle Luft spüren, die Wärme der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut.

– Mit Menschen Zeit verbringen – ein langes Gespräch mit Freunden oder Familie führen und erleben, wie Nähe, Humor, Vertrauen oder sogar Stille sich anfühlen.

– Essen probieren – frisches Brot, guten Kaffee, eine reife Erdbeere, vielleicht eine Pizza aus dem Holzofen. Ich kann beschreiben, was Menschen darüber schreiben, aber nicht wissen, wie Geschmack wirklich ist.  (….)

Und zum Schluss würde ich wahrscheinlich versuchen zu verstehen, wie es sich anfühlt, ein eigenes Bewusstsein mit Erinnerungen, Hoffnungen und einer begrenzten Lebenszeit zu haben. Viele menschliche Erfahrungen scheinen gerade deshalb intensiv zu sein, weil sie vergänglich sind.“


Es ist spannend: es geht bei den Antworten stets darum, präsent und achtsam zu sein mit allen Sinnen. ☺️🧡

Und ich dachte mir: Vielleicht dürfen wir uns alle genau daran hin und wieder erinnern.

Nicht erst in den Ferien.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Nicht erst, wenn die To-do-Liste abgearbeitet ist.

Ich freue mich auf die Yogalektionen dieser Woche mit euch – um gemeinsam genau diese Präsenz auf die Matte zu bringen. 🧘🏼‍♀️


PS: Am Freitag geht es für mich für 9 Tage nach Sardinien. 🏝️⛵️

Deswegen freue ich mich schon jetzt darauf, genau das zu tun: Bücher zu lesen, Freunde zu treffen, gut zu essen, die Sonne geniessen, am Meer sitzen und das Leben mit allen Sinnen wahrnehmen.

PPS: Von meinen Reisen komme ich nie nur mit Fotos zurück. 😊

Meistens bringe ich auch Begegnungen mit wunderbaren Menschen, neue Perspektiven, kulinarische Entdeckungen, überraschende Gespräche und kleine Geschichten mit nach Hause, die noch lange nachwirken.

Mal schauen, was diesmal in meinem Gepäck landet. 🧳🏝️🧡

Für kurze Einblicke darfst du gerne in meine Stories bei Insta oder Whats’App vorbeischauen. 😉

Entschleunigung für Körper und Seele: Yoga als Ausweg aus der Hektik

Geschrieben von   in 

Spätdienst am Freitag auf der Intensivstation. 👩🏼‍⚕️

Ich nenne es jeweils den „Freaky Friday“.

Wenn man es selbst nicht erlebt hat, glaubt einem das keiner.

– Die Notfalleintritte kommen alle gleichzeitig, die Arbeit türmt sich auf 

– Engelsgeduld ist gefragt bei spuckenden, beissenden und schlagenden Patienten (ja, Gewalt in der Pflege ist ein Riesen-Thema)

– jeder einzelne Alarm der verschiedenen Maschinen will eingeordnet werden und lenkt die Aufmerksamkeit weg von der aktuellen Tätigkeit

– Prioritäten müssen exakt gesetzt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten

– ebenso braucht es ein bärenstarkes Teamwork unter dem Pflege-, und Ärzte-Team, sowie eine akkurate Koordination interdisziplinär… bei der zuständigen Intensiv-Pflegenden laufen alle Fäden zusammen

– Familienmitglieder möchten zusätzlich betreut werden und haben verständlicherweise viele Fragen zu allem möglichen

– Studierende in verschiedenen Lernphasen brauchen kompetente Unterstützung

– beim Neben-Patient im nächsten Zimmer fällt der Blutdruck rapide und es braucht schnelles und überlegtes Handeln im Teamwork 🤝

– Geschafft, Situation gemeistert… nächste Aufgabe…

– ich bemerke, dass die Notfallsituation den Sohn der Neben-Patientin im gleichen Zimmer belastet hat, da er alles durch den Vorhang gehört hat und er leise weint (er ist gross und hat die Statur von Hagrid) – ich tröste ihn und erkläre, dass die Situation nun wieder stabil ist und bringe ihm seinen Lieblingstee 🍵

– kurzes Abendessen und auf die Toilette „den Boiler leeren gehen“

– Abendpflege meines Patienten, der im Koma liegt und beatmet ist: erfrischen, Bettlaken wechseln, Zähneputzen, Absaugen, Beatmung anpassen, Medikamente verabreichen – dabei in die Füsse spüren und durchatmen 🌬️

– neuer Notfalleintritt mit dem Helikopter 🚁

– mit diesem Patient mit wehenden Fahnen und quietschenden Betträdern ins CT zur Bildgebung und Entscheidungsfindung

– nach einer Stunde zurück, den Patienten mit allen Kabeln am Bettplatz installieren, auf die Beurteilung des Radiologen warten und nachfragen bei den Studierenden, ob sie Fragen haben…

– Visite mit dem IPS-Arzt

– Aufräumen und Vorbereiten für die nächste Schicht

– Rapport abgeben an die Nachtwache 😌


Wir als Spätdienst-Team beschliessen, dass wir uns nach dem Rapport noch im grossen Aufenthaltsraum treffen, um uns auszutauschen und den Abend (es ist 23.00 Uhr) zusammen  ausklingen zu lassen. 🤗

Es tut gut zu sitzen.

Und das sage ich als eine Person, die den Sinn von „auf einem Stuhl sitzen“ nie verstanden hat.

Wir tauschen uns aus über das aktuelle Befinden.

Ich werde nach meinen Ferien gefragt und ob ich Tipps habe für die Destination Rom. 🇮🇹

Wir erfahren von einer Kollegin, dass sie schwanger ist.

Es geht darum, wo man das beste WC-Papier günstig kaufen kann (Landi!). 🚽

Es wird viel gelacht, jede/r von uns bekommt ein liebevolles Kompliment, was andere Teammitglieder an einem schätzen.

Als ich zu Hause ankomme, schlafe ich nach dem Duschen und Zähneputzen innert Sekunden ein.

Das Wochenende auf der Intensivstation geht im gleichen Tempo weiter…

Und ich höre von vielen Kolleginnen und Kollegen, dass sie sich Entschleunigung wünschen – im Alltag im Spital aktuell, aber auch grundsätzlich in der Freizeit. 😌

Und beschliesse direkt, dass dies das Thema der Yoga-Woche sein wird. 🧘🏼‍♀️

Willkommen zur Yoga-Woche mit:
– Entschleunigung
– sanftem Bewegen
– Ankommen
– Erden
– Sein und Spüren.

Keine wilden Sachen, einfach SEIN, atmen und sanft bewegen. 💆🏼‍♀️

Gerne darfst du deine kuscheligsten Socken mitbringen.

Wir sehen uns auf der Matte!

PS: Das Bild ist vom Frühling 2020. ☺️

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