3 Möglichkeiten, wie Gurte deine Yoga-Praxis bereichern



Alle Hilfsmittel im Yoga sind nicht nur Hilfestellungen für Beginner, sondern auch für geübte Yogis und Yoginis wertvolles Zubehör, um die Praxis spannender zu gestalten.

Yogagurte unterstützen uns, verschiedene Dehnungen sanft und sicher zu praktizieren, die Körperhaltung zu verbessern oder den Schultergürtel aufzuwärmen.

Im Beitrag erfährst du 3 Arten, wie Yoga-Gurte uns helfen können. 🧘🏼‍♀️🤗

Arme verlängern und Dehnungen sanft ausführen
Wenn du deine Füsse in sitzenden Vorbeugen mit den Händen (noch) nicht erreichen kannst, kannst du dich mit dem Gurt gemäss deinem Niveau langsam herantasten (Bild oben links).
Die Dehnung kannst du gezielt dosieren, indem du die Zehen zur Nasenspitze ziehst und einen sanften Zug auf den Gurt gibst. Mit regelmässigem Üben und etwas Geduld, wirst du schon bald bis zu den Füssen greifen können.

Beim Kuhkopf (Bild oben rechts) legst du die Hände um den Gurt, bewegst die Ellbogen voneinander weg und kannst dich auch hier Zentimeter für Zentimeter nähertasten.

Wie immer ist die Ausführung einer Übung im Yoga kein Wettbewerb, sondern du lässt dich gelassen an dem Punkt unterstützen, an dem du aktuell stehst.

Warm-up für den Schultergürtel
Dafür greifst du den Gurt mit den Händen circa 1 bis 1,5 Meter breit. Und hebst die Arme mit der Einatmung über den Kopf. Beim Ausatmen senkst du die Arme zurück auf Hüfthöhe.  Diese Bewegung kannst du 15-20 Mal wiederholen und dabei die Schultern locker gesenkt halten.
Dies ist ein simples Warm-up und du erhältst gleichzeitig deine Beweglichkeit im Schultergelenk aufrecht (Bild unten links). Die Übung eignet sich auch sehr gut als verdienter Zwischen-Break während der Büroarbeit. 💻📚

Entspannungshaltungen erleichtern
Der liegende Schmetterling ist eine entspannende Yin-Yoga-Übung. Verschiedene Hilfsmittel unterstützen dich dabei, in die Haltung zu sinken.
Der Oberkörper liegt erhöht auf einem Kissen oder Bolster, der Kopf ruht auf einem Block. Damit die Füsse nicht wegrutschen, legst du den Gurt in einer grossen Schlaufe um deine Hüften und führst ihn an den Innenseiten der Knie durch und anschliesend um die Füsse. Anschliessend sanft festziehen.
Um die Dehnung in den Leisten sanft zu dosieren, kannst du die Knie auf Blöcke oder grosse Bücher legen (Bild unten rechts).
Die Haltung ist super für ein Powernap, zum Meditieren oder für Phantasiereisen. 🦋😌

P.S.: Die ersten 3 Beiträge der Hilfsmittel-Reihe findest du unter den nachfolgenden Links:

Teil 1: Wie wir die Wand kreativ einsetzen können: Hilfsmittel (Props) beim Yoga und die Wand als Hilfsmittel – luckyelephant.ch

Teil 2: Wie uns das Yogakissen hilft: 4 gute Gründe für den Einsatz von einem festen Kissen beim Yoga – luckyelephant.ch

Teil 3: Wie Yoga-Blöcke verwendet werden können: 6 clevere Arten, Yoga-Blöcke zu nutzen – luckyelephant.ch

Online Yoga „Kraft spüren“



In der aktuellen Online Yoga Einheit wirst du eingeladen in jeder Haltung in deine Kraft zu spüren.

Wo merkst du deine Power? Wo fliesst die Energie hin? Wie ändert sich das Kraftverhältnis, wenn du vom Stützen auf die Knie wechselst? 

Gleichzeitig ist die Lektion super als Gleichgewichtstraining und trotz dem Kraft-Thema eine sanfte Einheit.

Ich wünsche dir viel Spass beim Erkunden. 😃🧘🏼‍♀️

Dauer: 30 min
Preis: 13.- CHF
Per TWINT an: 079/ 405 65 50
Wenn du dabei sein möchtest, darfst du den Betrag per Twint überweisen und ich schicke dir den Link dazu.

Der Link ist eine Woche gültig, anschliessend wird das Video archiviert und es erwartet dich eine neue Sequenz und ein neuer Fokus. 

Photo von Nadine Fischer, http://www.photo-fischer.ch

6 clevere Arten, Yoga-Blöcke zu nutzen



Alle Hilfsmittel im Yoga sind nicht nur Hilfestellungen für Beginner, sondern auch für geübte Yogis und Yoginis wertvolles Zubehör, um die Praxis spannender zu gestalten.
Yogablöcke sind vielseitig einsetzbar: sie können uns einerseits unterstützen, um Übungen sanfter zu gestalten oder aber auch Asanas intensivieren.

Im Folgenden zeige ich dir 6 clevere Arten, wie du die Blöcke bei deiner Praxis einsetzen kannst:

🌾 Arme verlängern
Yogablöcke bringen uns den Boden näher: Eine stehende Vorbeuge oder das Dreieck sind so eher möglich und wir können Fehlausrichtungen vermeiden oder korrigieren (Bild unten links). 

🌾 Gleichgewicht halten
Beim Abstützen auf den Block wird die Balance erleichtert, wie zum Beispiel im Halbmond. Wenn du nur die Finger ganz sanft auftippst, wird deine Rumpfmuskulatur und Tiefenmuskulatur noch mehr aktiviert. Für mehr Support in der Haltung legst du die ganze Handfläche auf dem Block ab (Bild oben rechts).

🌾 Körperhaltung verbessern  
Unter dem Gesäss platziert, sorgt der Block für einen aufrechten Sitz, indem er das Becken und die Wirbelsäule sanft in eine neutrale Position bringt. 

🌾 Ausrichtung fördern
Im Boot oder Stuhl können wir den Block zwischen den Knien für die Ausrichtung und zusätzliche Aktivierung der Beine benutzen (Bild Mitte links).

🌾 Balance trainieren
Indem zum Beispiel die Baum-Übung auf der schmalen Seite des Blocks praktiziert wird (Bild unten rechts).

🌾 Entspannung vertiefen
Ein clever platzierter Block hilft auch für die Lösung von Blockaden oder intensiviert eine Dehnung. Wie zum Beispiel bei der unterstützten Brücke oder dem unterstützen Fisch (Bild oben links).

Wichtig: Die Blöcke sollten stabil, fest und nicht zu schwer sein. Die Seiten eines Blocks sind unterschiedlich lang und man kann ihn so auf drei verschiedenen Höhen benutzen. 

Alternative: Wenn du zu Hause keine Blöcke hast, leisten zwei grosse und eher schwere Bücher einen prima Ersatz. Meine Empfehlung: Herr der Ringe ☺️👑💍


Welche Art, Blöcke zu benutzen magst du besonders gerne? 🧱

Schreibe mir sehr gerne deine Gedanken dazu. 😃🧘🏽‍♂️


P.S.: Falls du dich für den ersten oder zweiten Teil der Hilfsmittel-Reihe interessierst, habe ich dir hier die Links dazu.

Teil 1: Wie wir die Wand kreativ einsetzen können: Hilfsmittel (Props) beim Yoga und die Wand als Hilfsmittel – luckyelephant.ch

Teil 2: Wie uns das Yogakissen hilft: 4 gute Gründe für den Einsatz von einem festen Kissen beim Yoga – luckyelephant.ch

Online Yoga „Wechsel der Perspektive“



Die aktuelle Lektion wirkt gleichzeitig stärkend und mobilisierend auf deinen Schultergürtel.

Wir wechseln während dem Haupt-Flow jeweils mehrmals die Perspektive von einer Umkehrhaltung zurück zum Stehen. Von diesem Blickrichtungswechsel wirst du anschliessend auch abseits der Matte profitieren.

Viel Spass beim Experimentieren! 🤗

Dauer: 30 min
Preis: 13.- CHF
Per TWINT an: 079/ 405 65 50
Wenn du dabei möchtest, darfst du den Betrag per Twint überweisen und ich schicke dir den Link zu.

Photo von Nadine Fischer, http://www.photo-fischer.ch. Das Bild zeigt den Delfin.

Der Link ist eine Woche gültig, anschliessend wird das Video archiviert und es erwartet dich eine neue Sequenz und ein neuer Fokus. 

4 gute Gründe für den Einsatz von einem festen Kissen beim Yoga

Geschrieben von   in 



Letzte Woche haben wir uns bereits angeschaut, dass Hilfsmittel im Yoga nicht als Krücken angesehen werden sollen. Sondern als wertvolle Möglichkeiten, unsere Praxis zu vertiefen und zu unterstützen. 

In diesem Beitrag geht es um das feste Yogakissen oder auch Meditationskissen. Dabei handelt es sich meist um ein rundes Kissen, welches mit Dinkel, seltener auch Styropor, gefüllt ist. Den Füllungsgrad und damit die Festigkeit des Kissens sind individuell anpassbar, da man den Bezug öffnen kann.

Nachfolgend teile ich mit dir 4 gute Gründe, wieso es sich lohnt, das Yogakissen regelmässig in deine Praxis einzubinden.


Sitzen wie eine Prinzessin
Um ganz bequem am Boden sitzen zu können, platzierst du das Yogakissen unter dein Gesäss. Das Becken richtet sich so automatisch auf und die Knie berühren den Boden. Deine Wirbelsäule schwingt lang und natürlich nach oben. Das Sitzen am Boden ist somit ganz entspannt und aufrecht möglich. Das tiefe Ein- und Ausatmen fällt leichter und die Bauchdecke kann bei Atemübungen mitschwingen. Du könntest in diesem Sitz sogar problemlos ein Buch auf deinem Scheitel balancieren – und Sitzen wie eine Prinzessin eben (Bild links oben)👸🏼☺️. 

Während dem Teacher Training zur Yogalehrerin hatten wir nur die Erlaubnis für zwei Mal 30 Minuten zum Essen auf Stühlen zu sitzen. Der ganze Rest des Unterrichts und die Zeit beim Meditieren und die Atemübungen wurden sitzend auf dem Yogakissen unterrichtet.

Zu Beginn war dies sehr gewöhnungsbedürftig für uns alle. In unserer westlichen Welt sind wir spätestens mit der Einschulung gewohnt, sehr viel auf Stühlen sitzend zu verbringen. Im Berufsleben geht das Stuhl-Sitzen je nach Tätigkeit weiter und am Abend lockt die Couch und Netflix. Auf Stühlen und dem Sofa sitzen wir jedoch mit einer eher eingesunkenen Körperhaltung. Das Becken kippt nach vorne und die Wirbelsäule wird rund.

Hier kommt das feste Yogakissen mit den oben genannten Vorteilen ins Spiel. Man sitzt zwar immer noch, aber mit einer schön aufrechten Körperhaltung. Und fühlt sich anschliessend nicht so verknittert beim Aufstehen.

Da mir diese Art des Sitzens sehr dient, habe ich seit 5 Jahren kein klassisches Pult mehr. Sondern nur ein Sitzkissen vor dem Couchtisch. Wenn ich Büroarbeit erledige, Newsletter wie diesen schreibe oder im Internet recherchiere, hole ich meinen Laptop und setze mich auf das Kissen.

Falls du Home-Office Tage hast, kannst du diese Art des unterstützten Sitzens auch ausprobieren. Es wird Abwechslung in deinen Tag bringen.


Das Kissen als schützender Airbag
Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber jede Yogini fiel bereits schon einmal auf dem Weg zur Meisterin aus der Pose. Dies ist nicht weiter schlimm. Eine gelassene Grundhaltung hilft und eine weise Vorbereitung ebenfalls.

Daher empfiehlt es sich in bestimmten Balancehaltungen das feste Kissen schützend einzusetzen.

Zum Beispiel in der Krähe (Kakasana), wenn du auf den Händen balancierst. Und mutig und gezielt das Gleichgewicht nach vorne verlagerst. Wenn du an diesem Punkt etwas zu weit gehst, landest du so trotzdem bequem mit dem Kopf auf dem Kissen (Bild links Mitte). Die Festigkeit des Kissens federt super ab. Und du kannst trotzdem beruhigt deinen nächsten Krähenflug wagen oder in eine Entspannungshaltung wechseln.

Im Leuchtkäfer (Titibasana), ebenfalls eine Handbalance-Haltung, platzierst du das Kissen hinter dir. Und vermeidest beim Herausfallen aus der Übung ein schmerzhaftes Plumpsen auf dein Gesäss (Bild links unten).


Der unterstützte Fisch
Ein festes Kissen zwischen den Schulterblättern im Liegen schenkt dem Brustkorb eine wunderbare Öffnung und Weite. Und führt in eine dringend benötigte Gegenbewegung zu unserem alltäglichen Sitzen bei der Arbeit oder zu Hause. 
Du kannst dich so auf dem Kissen liegend ganz der Schwerkraft hingeben und deine Entspannung und Entschleunigung zusätzlich fördern.
Ein Block oder ein dickes Buch unter dem Hinterkopf unterstützt zusätzlich deinen Kopf und hält deinen Nacken lang (Bild rechts unten).

Auch nach einer Yogalektion, in der wir viel Stütz- und Haltearbeit mit den Händen und Armen leisten, ist diese Gegenbewegung perfekt.

Mein Geheimtipp: diese passive Dehnung und sanfte Rückbeuge eignet sich sehr gut als Powernap-Haltung für 10 – 15 Minuten nach dem Mittagessen. Auch wenn du an dem Tag keine Zeit hast, um selbst Yoga zu üben oder in die Lektion zu gehen: diese paar Minuten sind der Game-Changer für einen produktiven Nachmittag, versprochen. 😉


Luxuriöses Savasana – simpel und höchst effektiv
Mit je einem Kissen unter den Knien in Rückenlage werden deine Beine und Hüften toll unterstützt. Du kannst dich noch besser entspannen und dein unterer Rücken schmiegt sich lang an den Boden (Bild rechts oben).

Besonders nach dem Praktizieren von intensiven Rückbeugen, ist dies eine wundervolle Variante der Schlussentspannung.
Probiere es gerne bei deiner nächsten Yoga Lektion aus. 😃🧘🏼‍♀️


Bonus: Alternative zum Meditationskissen für deine Home-Practice
Wenn du zu Hause übst und kein festes Yogakissen zur Hand hast, kann ich dir eine praktische Alternative dazu anbieten. Nimm ein mittelgrosses, dickes Buch und lege eine gefaltete Decke darüber. Damit kannst du alle oben genannten Übungen genauso gut ausführen.


Hilft dir der Gebrauch des Yogakissens?
Hast du weitere Übungen, bei denen dich das Kissen unterstützt?
Magst du das Sitzen auf dem Boden?
Hast du persönlich andere Tricks, um sitzende Tätigkeiten aufzulockern?

Schreibe mir sehr gerne deine Inputs! 🤗

P.S.: Wenn du den ersten Teil der Hilfsmittel-Reihe verpasst hast, hier der Link dazu, wie wir die Wand kreativ einsetzen können: https://luckyelephant.ch/der-einsatz-von-hilfsmittel-beim-yoga/.


Online Yoga „Flow für den ganzen Körper“



Die aktuelle Einheit wirkt stärkend auf deinen ganzen Körper: Beine, Bauch, Rücken, Schultern und Arme.

Die Lektion verbinden wir mit einer tiefen Wertschätzung für deinen Körper.

Zum Einstieg habe ich dir einige spannende medizinische Fakten zum „Wunderwerk Körper“ mitgebracht.

Viel Spass beim Staunen und Spüren! 🤗 

Dauer
: 25 min
Preis: 11.- CHF
Per TWINT an: 079/ 405 65 50

Der Link ist eine Woche gültig, anschliessend wird das Video archiviert und es erwartet dich ein neuer Fokus. 

Hilfsmittel (Props) beim Yoga und die Wand als Hilfsmittel



Im Yoga unterschiedliche Hilfsmittel einzusetzen, macht viele Übungen zugänglicher.

Blöcke zum Beispiel bringen dir den Boden näher, wenn in einer Vorbeuge die Arme zu kurz zu sein scheinen.

Wenn du dich im Halbmond seitlich zu einer Wand stellst, kannst du dich bequem anlehnen. Und in aller Ruhe an den Feinheiten der Ausrichtung (dem Alignment) arbeiten.

Ohne dass du dich darum kümmern musst, das Gleichgewicht zu halten. Dadurch bietet die Wand Sicherheit und nimmt dir Balancearbeit ab.

Hilfsmittel zu gebrauchen kann aber auch zu einer vertieften Yogapraxis beitragen.

Ein festes Kissen zwischen den Schulterblättern im Liegen schenkt dem Brustkorb eine wunderbare Öffnung und Weite.

Und führt in eine dringend benötigte Gegenbewegung zu unserem alltäglichen Sitzen bei der Arbeit oder zu Hause.

Du kannst dich so auf dem Kissen liegend ganz der Schwerkraft hingeben und deine Entspannung und Entschleunigung zusätzlich fördern.

Eine Decke unter den Knien bietet eine zusätzliche Polsterung bei Übungen im Vierfüssler-Stand und fühlt sich sehr flauschig an.

Der Yoga-Gurt kann deinem Schultergürtel Stabilität geben, wenn du ihn zwischen den Schulterblättern kreuzt und unter der Brust auf Höhe des Solarplexus bindest. Zu einem späteren Zeitpunkt mehr dazu. 

Denn in den folgenden Blog-Beiträgen werden wir uns die einzelnen Hilfsmittel und ihre Anwendung genauer anschauen.

In dieser Ausgabe erfährst du etwas über die Wand als Hilfsmittel. 


Die Wand als Hilfsmittel 
Meiner Meinung nach wird die unterstützende Wirkung der Wand beim Yoga sehr unterschätzt.

Denn sie kann uns sowohl als Stütze dienen, aber ebenso gut auch zu einer Vertiefung der Entspannung führen.

Und die Wand zu nutzen, ist eine gute Alternative zum Boden.

Aber der Reihe nach…


Die Wand als Stütze und Support
Im Halbmond bietet uns die Wand eine stabile Stützmöglichkeit. Du kannst dich mit der Aussenkante des Standfusses seitlich zur Wand stellen und deinen Körper bequem anlehnen (Bild oben links).

Von hier aus hast du alle Zeit der Welt, um dich dann auf die Feinheiten der Ausrichtung zu konzentrieren: Wie zum Beispiel stabil zu sein im Standbein, deine Rücken- und Bauchmuskulatur aktiv anzuspannen, die obere Hüfte zu öffnen und deine Blickrichtung zu wählen.

Anschliessend besteht immer noch die Möglichkeit, den Halbmond freistehend ohne Hilfe der Wand zu üben und an deiner Gleichgewichtsfähigkeit zu feilen. Dies mit einem wunderbar tieferen Verständnis für die Asana, da du bereits Unterstützung durch die Wand erfahren konntest.

Falls es etwas akrobatischer sein darf und du dich mutig in einer Umkehrhaltung testen möchtest, unterstützt dich die Wand im Handstand (Bild oben rechts).

Dafür kannst du im Stehen ein Bein horizontal zum Boden heben und den Fuss des gehobenen Beines an die Wand halten. Deine Beine bilden so eine L-Form.

Anschliessend drehst du dich auf dem Standfuss an Ort und Stelle mit dem Rücken zur Wand. Dies erlaubt dir, auch den Handstand mit der Bein-L-Form zu üben.

Wie auf dem Bild haben nur noch die Zehen eines Fusses Kontakt zur Wand und trotzdem hast du einen guten Ankerpunkt, um das Gleichgewicht zu halten.


Die Wand als Entspannungs-Verstärker
Für ein paar Minuten die Beine an der Wand hochzustrecken, ist eine tolle und sehr entschleunigende Variante des Schulterstandes (Bild Mitte links).

Dafür setzt du dich seitlich sehr nah an eine Wand und schwingst die Beine hoch. Eventuell musst du noch etwas näher zur Wand rücken, so dass dein Gesäss und die Beinrückseiten direkt an der Wand anliegen.

Die Hände kannst du platzieren, wo es am meisten Sinn für dich macht: auf dem Bauch, zur Seite ausgestreckt oder über dem Kopf platziert.

Anschliessend kannst du die Knie beugen und die Fussflächen zueinander bringen für den liegenden Schmetterling. Deine Hüften erfahren so eine Zusatzdehnung (Bild unten links). 


Die Wand als Alternative zum Boden
Manchmal gibt es Situationen, in denen wir uns eine Zwischendehnung wünschen, uns aber nicht unbedingt auf den Boden legen möchten…
Das kann im Büro, bei der Arbeit, im Hotelzimmer oder am Flughafen sein.

Oder eine Bauchlage ist aktuell nicht möglich, zum Beispiel bei einer Schwangerschaft.

An der Wand stehend sind trotzdem verschiedene Übungen möglich, die wir sonst in Bauchlage ausführen würden.

So zum Beispiel die Kobra, der halbe Frosch oder das Krokodil.

Das Krokodil an der Wand (Bild unten rechts) ist eine super Schulterdehnung. Gerade wenn du viel sitzt und am Computer arbeitest, bietet die Übung eine willkommene Abwechslung.

Dafür stellst du dich mit abgespreiztem Arm (auf Schulterhöhe) zur Wand. Und beginnst langsam, deine Körpervorderseite in die Gegenrichtung des Arms zu drehen. Bis du eine angenehme Dehnung in der Schultergegend erreichst.


Wie geht es dir damit, wenn wir mit der Unterstützung der Wand arbeiten? 🤗
Hast du persönlich ein Lieblings-Hilfsmittel?


Online Yoga „Sanfter Flow plus Challenge im Hund“



Die 30-minütige, kurze Sequenz führt dich zuerst durch einen Wohlfühl-Flow.

Anschliessend darfst du dich kraft- und balancetechnisch herausfordern in einer Variante des Nach-unten-schauenden-Hundes.

Und dann in die verdiente Schlussentspannung sinken.

Viel Spass beim Üben! 🤗

Dauer: 30min
Preis: 13.- CHF
Per TWINT an: 079/ 405 65 50

📸 Foto von http://www.photo-fischer.ch 

Yoga-Knigge

Geschrieben von   in 



Letztens sagte mir eine neue Yoga Teilnehmerin, dass sie es gut findet, dass man in meinen Lektionen Wasser trinken darf.

Sie hatte es erlebt, dass es in anderen Studios verboten war, während dem Unterricht einen Schluck Wasser zu trinken.

Ein anderer Yogi, welcher fleissig online mit mir übt, weil er in Basel wohnt, war das erste Mal bei mir im Studio. Er fand es spannend, dass ich ab und zu eine Frage stelle.

Oder dass ich im Unterricht auch dazu aufmuntere, mir Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist.

Er kannte dies von anderen Lektionen weniger und holte sich anschliessend einen Tipp dazu, wie man vom Nach-unten-schauenden-Hund einen Fuss bequem nach vorne holen kann, falls man verkürzte Beinrückseiten hat.

Dies war eine Frage, welche ihn schon länger beschäftigte.

Und er war ganz happy über das Erfolgserlebnis, nach dem er den Tipp angewendet hatte.


Rückblick
Meine Ausbildung absolvierte ich bei einer sehr strengen Yoga-Schule. Wir waren eine grosse, bunt zusammengewürfelte Truppe aus der ganzen Welt. Der Unterricht wurde in Englisch abehalten und wir hatten sogar zwei gehörlose Teilnehmerinnen mit dabei.

Wir durften keine Hilfsmittel wie Decken, die Wand, Kissen, Blöcke oder Gurte verwenden.

Eine Yoga Einheit dauerte inklusive intensiven Atemübungen und Meditation zwei Stunden. Wasser zu trinken war nicht erlaubt.

Die vorherrschende Meinung war, dass sich der Körper der Haltung anzupassen hat und nicht umgekehrt. (Du kannst dir vorstellen: Ich hatte Fragen…).

Wir folgten einer strengen Ernährung ohne Fisch, Fleisch, Eier, Pilzen, Knoblauch, Zwiebeln, Koffein, Alkohol und mit sehr wenig Zucker. Es gab nur zwei Mahlzeiten pro Tag um 10.00 und 18.00 Uhr.
Den Kaffee vermisste ich am meisten! In weiser Vorraussicht hatte ich bereits vor dem Teacher Training auf koffeinfreien Kaffe umgestellt.

Denn selbst bei nur drei Tassen Kaffee pro Tag melden sich die Kopfschmerzen sofort beim Weglassen des Kaffees.
Dann noch in den Kopfstand und man verflucht die Welt. (Und Fluchen war auch nicht erlaubt.)

Wifi wurde nur für eine kurze Zeit am Tag freigeschaltet. Der sonstige Natel-Empfang war sehr bescheiden.

Wir hatten nur einen halben Tag in der Woche „frei“, wurden mit dem Hahnkrähen geweckt und sanken erschöpft ins Bett um 23.00 Uhr.

Trotzdem war die Ausbildung eine unglaubliche Bereicherung für mein Leben und meine Yogapraxis.

Ich lernte die gemeinsamen Schweige-Spaziergänge im Wald sehr zu schätzen.

Der äusserst strukturierte Tagesablauf war ein Segen zu meinem sonstigen Schicht-Arbeitsalltag. Und brachte auch Ruhe in die Gedanken.

Das tiefe Eintauchen in die Yoga-Welt war ohne Ablenkung sehr gut möglich.

Es wurden länderübergreifend Freundschaften geschlossen, spannende Gespräche geführt und sich gegenseitig untersützt.

Mit einer slowenischen Kommilitonin ging ich jede Nacht nach draussen und wir legten uns auf die Wiese. Wir bestaunten den Nachthimmel, suchten Sternbilder und hielten Ausschau nach Sternschnuppen.

Für mehrere Wochen verschrieb ich mich so ganz dem zurückgezogenen Ashram-Leben in der Yoga-Gemeinschaft.

Einzig das inbrünstige Mantra-Singen mochte ich bis zum Schluss nicht.


Verschiedene Arten des Unterrichts
Während der Ausbildungs-Erfahrung wurde mir jedoch auch bewusst, dass dies nur eine Art des Yoga-Unterrichtens darstellt.

Es gibt unzählige Stile, Varianten und Hybrid-Formen im Yoga.

Viele davon durfte ich mit der Zeit testen, erfahren und geniessen.
Wenn ich in den Ferien bin, egal wo und welche Sprache gesprochen wird, melde ich mich an für eine Yoga-Lektion.

Es ist sehr spannend, die Unterschiede wahrzunehmen, voneinander zu profitieren und auch zu bemerken, was man selber mehr oder weniger mag.

Und vor allem: dass jedes Studio und jeder Yoga-Stil gewissermassen seinen eigenen Yoga-Knigge hat.

Mein Lieblings-Studio in Portland, Maine (USA) hatte die eigenen Werte, Überzeugungen und Benimmregeln sogar auf eine Kreidetafel im Eingangsbereich notiert.


Nachfolgend einige meiner persönlichen Überzeugungen zum Yogaunterricht: 🤗
– Während dem Unterricht Wasser oder Tee zu trinken ist absolut in Ordnung.

– Komm auf die Matte, wie du gerade bist. Egal, ob Muskelkater nach dem Joggen, müde von der Arbeit, genervt vom Stau, voller Vorfreude auf die Lektion, müde von einer durchgemachten Nacht (Party oder Kids)… Du bist richtig so, wie du bist.

– Du darfst alles mitmachen, musst aber nicht. Es gibt Hilfsmittel, Alternativen bei den Übungen, es gibt Entlastung für die Knie und am Ende der Lektion immer eine wohlverdiente Schlussentspannung.

– Fragen zu stellen ist absolut ok. Wenn du etwas nicht richtig verstanden hast, aber auch, wenn du mehr Inputs oder Hilfestellung brauchst.

– Die Haltung soll dem Körper angepasst werden und nicht der Körper in eine Position gepresst werden.

– Yoga ist für alle: Egal, ob du dich als beweglich oder unbeweglich bezeichnest, egal ob du in einem kleinen/ grossen/ fülligen oder dünnen Körper wohnst, egal ob es deine erste oder hundertste Lektion ist…

Am Ende geht es um die Verbindung mit dir selbst. Darum, Achtsamkeit zu trainieren, durchzuatmen und dich zu bewegen.

Und auch um die Verbindung mit anderen, den gegenseitigen Austausch und die Erkenntnis, dass wir eigentlich tief im Kern alle gleich sind.


Wie siehst du das? Wie geht es dir damit? 🤗
Antworte mir gerne, ich freue mich auf deinen Austausch! 😃

📸 Foto von http://www.photo-fischer.ch 

Online Yoga „Sanft und langsam“



Die Online Lektion wirkt wunderbar erdend und beruhigend.

Wir führen alle Bewegungen langsam aus und geben uns Zeit, um die Wirkungen der einzelnen Asanas zu spüren. 

Happy Entspannung! 😌🙏🏼

Dauer: 25min
Preis: 11.- CHF
Per TWINT an: 079/ 405 65 50

Der Link ist eine Woche gültig, anschliessend wird das Video archiviert und es erwartet dich ein neues Thema.

📸 Bild von Nadine Fischer, http://www.photo-fischer.ch. Das Bild zeigt die Apanasana oder die Knie zur Brust Haltung.  

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