Eine unerwartete Begegnung und ein Lebensmotto




Auf das Wellness Weekend in Basel mit zwei guten Freundinnen freute ich mich bereits seit Tagen.

Bei dem kalten und bissigen Wind war der Verwöhntag im Hammam ein Segen.

Wir verweilten bei Fussbädern, schwitzten im Dampfbad und entspannten uns im Ruhe-Pool. 🧖🏻‍♀️

Nach vielen interessanten Gesprächen, Ausruhen in der Ruhezone und einem Kaffee, ging es nach dem Baden in eine tolle Tapas Bar.

Wir liessen es uns richtig gut gehen und bestellten nochmals nach. 😋

Am Folgetag überraschte uns strahlender Sonnenschein und wir liessen uns durch die Stadt treiben.

Beim Flanieren am Rheinufer entdeckten wir dann ein charmantes Bistro. Wir assen Flammkuchen und blieben länger als geplant, weil uns die Atmosphäre so gefiel.

Das Bistrot war ein buntes Kommen und Gehen von Leuten unterschiedlichster Art. Da war ein Pärchen mit einem Husky, ein Tambourmajor einer Fasnachtsclique, Familien mit Kindern, Stammgäste, ein älterer Herr aus Emmenbrücke und Touristen aus Frankreich. 

Wir kamen mit einigen ins Gespräch, lernten typische Basler Ausdrücke kennen, man erklärte uns, wie das mit der Basler Fasnacht abläuft und dass es „Die drey scheenste Dääg“ seien.

Davon waren wir als waschechte Luzerner zwar nicht ganz so überzeugt.😉

Als wir uns Stunden später auf den Weg Richtung Bahnhof machen wollten, boten uns der ältere Herr aus Emmenbrücke und seine Frau an, uns zu begleiten. Und wir nahmen das Angebot dankend an.

Die Beiden waren fröhliche, aufgestellte und gesellige Menschen.

Wir erfuhren, dass sie bereits schon länger in Basel wohnen und dass sie eine taffe Zeit hinter sich haben, da er Krebs hatte.

Er meinte zu uns, dass er das komplette Programm durch habe mit Chemo, Bestrahlung, Haarverlust usw.
Sie seien beide unendlich froh, dass er nun wieder ganz gesund sei und er merkte an:

„Das Leben ist zu kurz, um traurig zu sein oder Dinge zu bereuen. Es ist so wichtig, das Leben richtig zu geniessen. Egal was für Herausforderungen gerade anstehen.“ 

Die Lebensfreude und Fröhlichkeit der Beiden war äusserst ansteckend. Man hat förmlich gespürt, dass sie dieses Lebensmotto wirklich leben.

Auf dem Weg zum Bahnhof zeigten sie uns verschiedene Sehenswürdigkeiten, fragten uns nach unserem Weekend, es gab für uns alle viel zu lachen und zu staunen.

Nach der Ankunft beim Bahnhof wurden spontan Umarmungen und Bussis verteilt.

Beschwingten Schrittes über die unerwartete, herzliche Begegnung setzten wir unseren Weg fort.

Und nahmen uns vor, bald wieder ein Ladies-Weekend zu planen.


Hattest du in letzter Zeit auch eine spontane und herzliche Begegnung?
Wie kam es dazu?
Was hast du dabei gelernt?
Hast du auch ein Lebensmotto?

Ich bin gespannt auf deine Geschichte! 🤗 

5 Dinge, die Sterbende am Meisten bereuen




Letzte Woche hatte ich eine spannende Begegnung am Sterbebett eines 97-jährigen Mannes.

Auf dem Nachhauseweg auf dem Velo kam mir dann das Buch von Bronnie Ware in den Sinn. Es trägt den Titel: 


5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen. 


Aber dazu später…

Grundsätzlich wissen wir alle, dass wir irgendwann sterben werden. Das ist kein Geheimnis.

Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass in unseren Breitengraden das Thema „Sterben“ gezielt umschifft und vermieden wird.

Man spricht nicht gerne darüber.

Es ist ein unangenehmes Thema für sehr viele.

Man möchte nicht wirklich darüber nachdenken.

Wieso auch? Es gibt gerade so viel zu tun. Das Leben nimmt seinen Lauf. Dafür ist höchstens „später“ Zeit.

Aber wann ist „später“?

Wenn die Arbeitskollegin vom Büro einen geliebten Menschen verliert und das Thema trotzdem präsent wird, fehlen einem die Worte.

„Soll ich sie darauf ansprechen? Oder ist es zu intim? Möchte sie in Ruhe gelassen werden? Oder erleichtert es sie, dass ich das Thema anspreche?“

Fragen über Fragen… und es wird einem vielleicht bewusst, dass man selbst nicht genauer über das Thema Tod und Sterben nachgedacht hat.

Ich weiss nicht, wie es dir mit dem Thema geht…

Für mich ist es nur schon wegen meinem Beruf als Expertin Intensivpflege omnipräsent.

Viele Male durfte ich dabei sein, wenn ein Leben zu Ende geht.

Wenn der letzte Atemzug geatmet wird.

Wenn der Herzschlag unregelmässig wird und das Herz schlussendlich ganz aufhört zu schlagen. 


Und ich bin der Meinung, dass es eine wahre und tiefe Ehre ist, in diesem ganz besonderen Moment Zeugin zu sein. 


Manchmal bin ich ganz alleine anwesend, manchmal umringt von vielen Angehörigen des Patienten.

Ab und zu entscheidet sich der Mensch, komplett alleine von dieser Welt zu gehen und ich bin gerade in der Pause.

Manchmal wird laut geweint und geklagt. In anderen Situationen ist es eine sehr leise und zarte Geräuschkulisse, ähnlich einem ehrfürchtigen Staunen.

Jedes Mal sind die Gespräche, die Stimmung und die Umstände komplett anders.

Als Pflegefachperson muss man in der Lage sein, auf diese total unterschiedlichen und individuellen Situationen und Bedürfnisse einzugehen. 


Und trotzdem ist es in den allermeisten Fällen magisch.

Herzzerreissend, traurig und tief berührend, ja.

Aber auch magisch. ✨


Ich bin dafür, dass wir das Thema „Lebensende und Sterben“ entmystifizieren und von seinem Tabu befreien.

Dass wir dem Thema „Sterben“ locker, staunend, ungezwungen, interessiert, offen und gleichzeitig so tiefgründig wie möglich begegnen.

Trotz aller Trauer ist dies möglich.

Eine gute Freundin von mir starb 2014 innerhalb eines halben Jahres nach ihrer Krebsdiagnose.

Sandra war damals 24 Jahre alt.

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke.

Sandra war eine leuchtende, positive und fröhliche Persönlichkeit. Sie hat das Leben geliebt und in vollen Zügen genossen.

Als Sandra starb, war das für mich sehr einschneidend.

Auf ihrer Beerdigung habe ich mir geschworen, mein Leben noch viel mehr zu geniessen, so viele meiner Träume und Herzenswünsche zu erfüllen wie möglich und immer wieder mutig zu sein.


Und hier kommt das Buch ins Spiel von Bronnie Ware.

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen.

Bronnie Ware hat jahrelang als Palliativpflegerin gearbeitet. Sie hat viele schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet während deren letzten Wochen und Tage.

Das Buch ist eine Perle und regt zum Nachdenken an: über das eigene Leben, die Vergänglichkeit von allem, über Herzenswünsche, Träume und ja, auch über das Sterben.

Bronnie Ware hat folgende, wiederkehrende 5 Punkte angetroffen, die von Sterbenden bereut werden:

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.
2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten.
5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. 


Nun zu dir: 

– Was möchtest du dieses Jahr umsetzen?
– Welchen lang gehegten Traum möchtest du verwirklichen?
– Zu wem ist der Kontakt verloren gegangen und du rufst noch diese Woche an?
– Muss es ein 100% Arbeitspensum sein?
– Welche Reise hast du aufgeschoben?
– Welche Sprache wolltest du schon lange lernen?
– Worauf legst du deinen Fokus? 🤗


Ich wünsche dir viel Freude beim Brainstormen, planen und vor allem beim Umsetzen.

Teile mega gerne deine Gedanken mit mir zu dem Blogbeitrag. Ich freue mich! 🤗 

Unsere Einzigartigkeit




„Jeder von uns hat unglaubliches Potential! Aber wenn ein Fisch daran gemessen wird, wie gut er auf einen Baum klettern kann, wird er immer denken, er wäre dumm.“
Albert Einstein 

Das Zitat finde ich wundervoll. 🧡

Jeder von uns hat bestimmte Vorzüge, Talente, Qualitäten, aber auch Herausforderungen.

Gewisse Tätigkeiten fallen uns leicht.

Bei anderen Aufgaben kommen wir ins Studieren und benötigen wohlwollende Hilfe von Anderen.  

Zum Thema Einzigartigkeit habe ich dir einige spannende Fragen mitgebracht…


Was macht dich einzigartig?
Welche speziellen Eigenschaften zeichnen dich aus?
Bei welchen Aufgaben holst du dir Hilfe?
Was finden deine Mitmenschen spannend an dir?
Worin bist du stark? 💪🏻😍

Für sich selber mögen gewisse persönliche Eigenschaften völlig banal und unspektakulär erscheinen.

Daher mein Wochen Input an dich… 


Stelle die oben genannten Fragen an jemanden, der/ die dich sehr gut kennt…
An deinen Partner, deine Schwester, eine gute Kollegin, deinen Cousin, die beste Freundin.

Du wirst überrascht sein, welche Inputs du bekommst. 🤗


Ich mache den Anfang mit einigen zufälligen Fakten über mich:

– Ich bin mit einem halben Zoo aufgewachsen und bin ein Riesen Tier-Fan! Aktuell besuche ich regelmässig eine kleine Schafherde und zwei Hausschweine, deren Weide auf meiner Spaziergang-Route liegen. Alle lassen sich streicheln, absoluter Bonus! 🐏

– Rosenkohl ist mein Lieblingsgemüse.

– Ich mag es nicht, wenn die Salatsauce die anderen Beilagen berührt. Für den Salat brauche ich einen Extrateller.

– Jedes Jahr habe ich eine „Lese Challenge“. Dieses Jahr bin ich besonders ehrgeizig und habe bereits 5 Bücher gelesen. Hoffen wir, dass ich das Tempo bis Ende Jahr durchhalte. 📚

– Ich mag keinen Zwang. Sobald ich zu etwas gezwungen werden soll, kommen bei mir sehr viele Fragen auf. 🤔 Mit sinnvollen Argumenten kann man mich jedoch gerne abholen und überzeugen. 

– Mein Geruchssinn ist sehr fein justiert. Pseudomonas aeruginosa und Clostridium difficile kann ich mit der Nase ohne Zusatz-Diagnostik problemlos erkennen. Ok, das bringt einem im Alltag nicht sonderlich viel, aber wenn man im Spital arbeitet, ist es eine sehr hilfreiche Fähigkeit. 🏩

– Schwimmen kann ich ganz schlecht. Mit Schnorchel und Maske ist es dagegen kein Problem und ich wage mich auch in sehr tiefe Gewässer vor. 🐳

– In meiner ganzen Medizin-Karriere habe ich KEINE 5 Blasenkatheter gelegt. Und wir reden hier von 12 Jahren Pflegeerfahrung…
Dafür kann ich sehr gut Lippenlesen (Jackpot bei wachen beatmeten oder tracheotomierten Patienten/innen). 🫁

– Sprachen zu lernen fällt mir relativ leicht. Vielleicht auch deshalb, weil ich das Sprachtraining spielerisch und regelmässig in den Alltag einbaue.


Schreibe mir sehr gerne deine Gedanken zum Thema Einzigartigkeit! 🌸

Ich bin sehr neugierig auf deinen Input! 🤗


📸 Bild von Nadine Fischer, http://www.photo-fischer.ch 

Ärgernisse im Alltag



Letzte Woche bei der Arbeit, übergab ich meinen Patienten an die nächste Schicht. Als ich mit dem Rapport an meine Kollegin der Spätschicht fertig war, öffnete sich der Vorhang vom Nebenbett und unsere Mitkollegin Claudia meinte schmunzelnd zu mir: „Ich habe dich noch kaum je so verärgert gesehen. Aber heute bei deinem Rapport schon. Sonst bist du immer sehr geduldig und gelassen. Das kommt wahrscheinlich vom Yoga-Üben.“ 🧘🏼‍♀️

Die genauen Umstände der Ärgernisse sprengen den Rahmen, daher nur so viel: Bei der Patientensituation gab es verschiedene Punkte, in dem bei mir der Gerechtigkeits-Sinn getriggert wurde. ⚖️

Ich setzte mich sehr für den Patienten ein und kam in den knapp 9 Stunden trotzdem gefühlt an kein Ziel. Hinzu kamen verschiedene ethische Herausforderungen.

Weder der Patient, noch seine Family oder unser Behandlungsteam waren schuld an den Zwickmühlen.

Sondern es waren politische, übergeordnete Probleme.

Ich muss zugeben, in solchen Momenten fällt es mir schwer, komplett gelassen zu bleiben.

Vor allem bei Ungerechtigkeiten und Unfairness verspüre ich grossen Ärger. 😮‍💨

Die wichtige Erkenntnis liegt für mich darin, sich bewusst zu sein, wie man sich selbst in solchen Situationen wieder zurück in die eigene Mitte bringen kann. 😌

In unserem Alltag gibt es einfach natürlicherweise Momente, die Ärger in uns auslösen. 
Und die „Ärger-Schwelle“ ist bei jedem von uns sehr individuell.

Bei manchen reicht es, wenn sich an der Migros Kasse jemand vordrängelt.
Anderen ringt dies nicht mal ein müdes Lächeln ab.

Und sie ärgern sich vielleicht erst dann, wenn der Hund das ganze Schlafzimmer in ein wildes Federnparadies verwandelt hat. (Ist meinen Eltern schon passiert…). 😏

Unser Ärger ist ein Grundgefühl und darf auch Platz haben im Alltag.

Robert Betz, ein Psychologe aus Deutschland, sagt dazu auch, dass jedes Gefühl gefühlt werden möchte und gefühlt werden muss. Deswegen heisse es auch Ge–fühle, also „Geh und fühle!“

Den Ansatz finde ich spannend.

Nachdem man den Ärger gefühlt und verbalisiert oder an einem Boxsack ausgelassen hat, darf das eigene Gleichgewicht wieder einkehren.

Und hier betritt Yoga die Bühne. 🙌🏻

Die fliessenden Bewegungen, verbunden mit tiefem Atmen und herausfordernden Gleichgewichtsübungen führen uns auf sanfte Weise zurück in unsere Mitte. Die Schlussentspannung macht den Ausgleich perfekt. 🧡

Du kannst dir vorstellen, wie ich nach der anstrengenden Frühschicht sofort in eine gelassene und ausgeglichene Stimmung zurückgefunden habe. 💆🏼‍♀️✨


Wie geht es dir mit dem Grundgefühl Ärger?
Ist es etwas, das du dir erlaubst, auszudrücken?
Und was hilft dir anschliessend, in einen entspannten Zustand zurückzufinden?


Du bist herzlich eingeladen, deine Gedanken mit mir zu teilen. 💞

Und dich beim Yoga auszupowern. ✨


PS: Den Pixar-Film „Alles steht Kopf“ (2015) kann ich sehr empfehlen. Darin geht es um unsere Grundgefühle wie Freude, Angst, Ärger, Ekel und Traurigkeit. Der Film ist wirklich toll und bringt uns zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.
Hier geht’s zum Trailer: https://youtu.be/wWTQZkD5FAQ 

Dankbarkeit: Wie die 5-Finger-Methode unser Leben bereichert



Im Blogpost der letzten Woche ging es darum, wie Dankbarkeit unseren schwierigen Tagen den Wind aus den Segeln nimmt.

Und ich habe dir zur Jahresrückschau 2022 ein paar reflektive Fragen mitgegeben.

Zugegeben: Für die Jahresrückschau-Übung braucht es eine ruhige Stunde.

Diese Zeit zu investieren lohnt sich jedoch sehr. Vor allem dann, wenn du die Übung schriftlich ausführst.

Die folgende Übung lässt sich dafür jederzeit anwenden. Und braucht nur wenige Sekunden. 🤗

Die 5-Finger-Methode
Elsbeth Martindale ist eine Psychologin aus den USA. Sie hat die 5-Finger-Methode für mehr Dankbarkeit entwickelt.

Dabei gehst du folgendermassen vor: Zuerst ist es wichtig einen Moment in deinem Tagesablauf abzufangen, indem du eine schwierige Situation erlebst oder in der dich etwas nervt oder Dinge passieren, die dich nachdenklich stimmen. 

Der erste Schritt besteht also darin, den herausfordernden Moment zuerst achtsam wahrzunehmen. Dann wendest du die 5-Finger-Methode an. 🖐🏼

Für jeden Finger gibt es eine Frage, die du dir in Gedanken oder gerne auch mit kurzen Notizen, beantworten kannst.

Daumen – Auf welche Stärken und Talente bin ich stolz?
Zeigefinger – Was in der Natur inspiriert und begeistert mich?
Mittelfinger – Wem kann ich heute etwas Gutes tun?
Ringfinger – Welche Menschen liebe ich von Herzen?
Kleiner Finger – Wofür bin ich in meinem Leben zutiefst dankbar?

Ich finde die Idee mit den 5-Fingern wunderbar, weil sie jederzeit zugänglich und sehr praktisch ist. 
Nach dem Anwenden steigt die Laune sofort, die Herausforderung relativiert sich und der Fokus darf sich neu ausrichten: auf die Dankbarkeit. 

P.S.: In den kommenden Newslettern erfährst du weitere Life Hacks zum Thema Dankbarkeit:
– wie es sich leichter einschlafen lässt damit 😴
– und wie dir ein grosses Glas mit Deckel dabei helfen kann, Dankbarkeit zu praktizieren. 🫙

Wie man nervigen Tagen den Wind aus den Segeln nimmt



Mein Frühdienst fing damit an, dass ich meinen Badge zu Hause vergass. Falls du nicht im Spital arbeitest: das ist das Namensschild, welches alle auf sich tragen.

Der Badge fungiert gleichzeitig auch als Schlüssel: damit hat man Zutritt zur Intensivstation, zum Notfall, den Umbetträumen und zum persönlichen Login.

Und ganz wichtig: mit dem Badge bezahlt man auch an der Kaffeemaschine und im Restaurant.

Da startete ich also meinen Tag im Rapportraum ohne Kaffee, musste mich jedes einzelne Mal beim PC manuell einloggen für jede Dokumentation zur Patientensituation.

Nervig, aufwändig… und selbstverschuldet. 😏

Um Betäubungsmittel aus der Schublade zu holen, brauchte ich immer den Badge einer Kollegin.

Auch sonst hatte ich das Gefühl, dass der Tag nur schleppend verlief… diverse Missgeschicke folgten und als ich am Abend die Wäsche aus dem Trocknungsraum holte, fehlten 4 meiner BHs, die ich gewaschen hatte.

Nur so: Wer um Himmels Willen klaut Unterwäsche aus dem Trocknungsraum? Da habe ich wirklich einige Fragen… 🤔
Bis heute habe ich sie nicht zurückgekriegt. Also die Unterwäsche. Die Fragen sind geblieben. 

Ich beschloss, dass der Tag mit dieser Laune nicht zu Ende gehen kann.

Zurück in der Wohnung habe ich beherzt durchgelüftet, Kerzen angezündet und zu ruhiger Musik ein leckeres Pilzrisotto gekocht.

Beim Essen habe ich mir auf einem Blatt Papier Dinge notiert, für die ich trotz dem anstrengenden Tag dankbar bin. Den Fokus bewusst auf die kleinen, erfolgreichen Begebenheiten gelegt.

– Die Kollegin, die mich beim Frühstück zum Kaffee eingeladen hat.
– Den süssen, kleinen und flauschigen Schwan aufwachsen zu sehen. Er ist schon ein richtiger Teenager und bekommt bereits weisse Federn. 🦢
– Bei der Velofahrt nach Hause die Herbstfärbung zu beobachten und Blätter fallen zu sehen.
– Den Abend gemütlich abschliessen zu können mit einem spannenden Buch und vom Bett aus das Licht löschen zu können.


Erfolge ernten
Die Monate Oktober und November eignen sich besonders dafür, sich mit dem bewussten Üben in Dankbarkeit zu beschäftigen. Es sind die Monate der Ernte- und Herbstzeit.

In der aktuellen Ausgabe der Migros Zeitung wird erklärt, wieso der Herbst eigentlich „Herbst“ heisst (MM43, Seite 10). Das Wort stamme aus dem althochdeutschen „Herbist“, was so viel heisst wie „am besten zum Pflücken geeignet“ oder „Erntezeit“. 🍎🍃

In diesen zwei Monaten werden an vielen Orten der Nordhalbkugel Erntedankfeste oder Thanksgiving gefeiert.

Und nicht nur der Garten gibt aktuell eine reife Ernte her. Die Zeit bietet sich an, sich tiefer mit der persönlichen „Ernte“, den Erfolgen und dankbaren Momenten des Jahres zu beschäftigen.

Dazu habe ich dir ein paar reflektive Fragen notiert.

Jahresrückschau 2022 
– Was lief bei dir dieses Jahr toll?
– Wann und wo warst du im Flow?
– Was hast du neu gelernt?
– Worauf bist du stolz?
– Was waren tolle Erlebnisse, die dir in liebevoller Erinnerung bleiben werden?
– Welche Begegnungen haben dich bereichert?
– Wofür wurdest du von deinen Mitmenschen gelobt?
– Welche neuen Orte hast du entdeckt?
– Was hat bei dir Glücksgefühle ausgelöst? 🥰


Es ist sehr hilfreich, deine Gedanken mit Stift und Papier festzuhalten. Damit hast du auch später die Gelegenheit, dir deine Erfolge und wertvollen Erlebnisse vor Augen zu führen.

Und kannst dich gerade an herausfordernden Tagen positiv bestärken und sofort Dankbarkeit verspüren.

Schnapp‘ dir an solchen Tagen einen heissen Kaffee. Und setze dich gemütlich mit deinen Jahres-Erfolgs-Notizen hin.

Gute-Laune-Faktor garantiert! 😃

P.S.: In den kommenden Blogbeiträgen erfährst du weitere Life Hacks zum Thema Dankbarkeit:
– wie die 5-Finger-Methode dein Leben bereichert ✋🏼 (und nein, damit ist nicht der „5-Finger-Rabatt“ gemeint😉)
– wie es sich leichter einschlafen lässt
– was ein grosses Glas mit Deckel damit zu tun hat.

Wie Freude unser Leben bereichert und wieso sie ansteckend ist



Freude ist eine Grundgefühl und eine Reaktion auf eine positive oder erfolgreiche Situation. Oder wird auch ausgelöst durch eine Erinnerung an eine solche Situation.

Gemäss Wikipedia kann sich Freude je nach Intensität äussern als Lächeln, Lachen, Freudenschrei oder in einem Handeln.
Spannend ist, dass die Mimik der Freude kulturübergreifend nahezu identisch ist.

Das bedeutet, bei echter Freude lächelt nicht nur der Mund, sondern auch die Augen mit.

Da dies keine Dissertation oder Diplomarbeit ist, habe ich mir erlaubt, Wikipedia zu zitieren. 😉

Arten von Freuden
Es werden unzählige Arten von Freuden unterschieden, wie zum Beispiel: Vorfreude, Spielfreude, Gaumenfreude, Arbeitsfreude, Freuden der Liebe…

Vor ein paar Jahren habe ich ein Buch geschenkt bekommen, mit dem Titel „1000 Gefühle für die es keinen Namen gibt“ von Mario Giordano, (2003).

Daraus habe ich dir einige Gefühle herausgesucht spezifisch zum Thema Freude.

Los gehts:

Nr. 20: Die kindliche Freude über den ersten Schnee.
Nr. 160: Die Freude, zu spüren, dass man lebt.
Nr. 585: Die Freude, von einem Fremden angelächelt zu werden.
Nr. 609: Die Vorfreude auf das Eiersuchen an Ostern.
Nr. 617: Die Freude über die immer gleichen Witze deines Mannes, über die du aber jedes Mal lachen kannst.
Nr. 622: Die Freude, wenn dein Lieblingssong im Radio läuft. 🕺🏻
Nr. 703: Die Freude über kleine Zettel mit kurzen Liebesnachrichten auf dem Frühstückstisch.
Nr. 765: Die Freude, wenn du beim Aufwachen feststellst, dass du noch eine halbe Stunde weiterdösen kannst.
Nr. 908: Die Freude, dass er mich tatsächlich auch ungeschminkt mag.
Nr. 929: Vorfreude auf ein online bestelltes Paket.
Nr. 949: Die Vorfreude beim Ausmisten.
Nr. 931: Die freudige Überraschung, unerwartet Verbündete gefunden zu haben.


Freude aktivieren
In eine freudige Stimmung zu wechseln, gerade auch wenn es draussen tristes Wetter ist (z.B. gestern) und die Tage länger werden, ist relativ einfach.

Alles, was dir Spass macht, hebt die Laune und schüttet Glückshormone aus.

Hier können bereits Kleinigkeiten Grosses bewirken:

– Eine Komödie anschauen.
– Mit Schwung in Pfützen springen.
– Mit dem Hund spielen.
– Zu deinem Lieblingssong tanzen, hüpfen oder Yoga üben.
– Schaukeln.
– Alle anderen Formen von Bewegung.
– Musik, viiiiel Musik.
– Deinen Lieblingsmenschen fest umarmen.
– Mit anderen zusammen lachen.
– Einen kleinen Baum schütteln, damit es Blätter regnet. 🍃🍂🍁☺️

Bonus Tipp für ein Abenteuer, das etwas länger dauert, dafür einen richtigen Freude-Boost auslöst:
– Einen Tagesausflug unternehmen – nur für dich ganz alleine. 🧡


Freude ist ansteckend
Der Grund, wieso wir Empathie und Mitgefühl empfinden können, liegt vor allem an den Spiegelneuronen. Dies sind spezialisierte Zellen im Gehirn.

Während dem Beobachten eines Mitmenschen werden sie spiegelbildlich aktiviert. Und rufen entsprechend ähnliche Gefühle in uns selbst hervor.

Das heisst, wenn sich dein Arbeitskollege oder deine Freundin über etwas freut, weckt dies auch in dir Freude.

Freude, wie auch jede andere Emotion, ist also buchstäblich ansteckend.

Vielleicht kennst du das: wenn du mit mässiger oder schlechter Laune einige Minuten mit einem Menschen zusammen bist, der/die vor Lebensfreude sprüht…. bekommst du automatisch auch gute Laune.

Woran erfreust du dich diese Woche besonders? Wen steckst du mit deiner Begeisterung an? 💃🏼🤗
Wenn du magst, darfst du deine Gedanken gerne mit mir teilen. 🤩

Hausschweine streicheln, Entschleunigung und Fussbäder




Es tut uns sehr gut, ab und zu ein gemächlicheres Tempo einzuschlagen und bewusst zu entschleunigen.

Uns nicht nur der Hektik des Alltags zu widmen und zu reagieren, sondern achtsam den Moment zu geniessen.

In unseren Ferien haben mein Freund und ich Màlaga in Spanien besucht.

Die Entschleunigung hat auf Anhieb geklappt. Was sicher auch daran lag, dass die nachmittägliche Siesta dort sehr ernst genommen wird.

Und obwohl Màlaga eine lebhafte Stadt ist, spürt man, dass das Tempo allgemein gelassener und gemütlicher ist. 

Wir liessen uns davon inspirieren und haben auch die Ferientage sehr gemütlich gestaltet. 🤗

Während dem alltäglichen und arbeitstintensiven Leben ist eine gründliche Entschleunigung wie an Ferientagen jedoch schwieriger umzusetzen.

Die Wäsche will gewaschen werden, Mails müssen zeitnah beantwortet sein, die Fenster sind vom letzten Regen bereits wieder schmutzig und das Geschenk für Onkel Toni’s Geburtstag soll auch weise überlegt sein.

Trotzdem kann es uns gelingen, regelmässig gemütliche Ruheinseln in unseren Alltag einzubauen.

Mit ein bisschen Kreativität gelingt dies jeden Tag auf’s Neue. Und es braucht jeweils nur wenige Minuten.

Nachfolgend einige Tipps dazu. 🧘🏼‍♀️😌


Meine aktuellen Lieblingstipps für Entschleunigung im Alltag 

🧘🏼‍♀️ Den Kaffee am Morgen im Liegestuhl auf dem Balkon geniessen. Dazu ein Kapitel in einem fesselnden Buch lesen. Der Start in den Tag fühlt sich an wie in den Ferien.

🧘🏼‍♀️ Während des Tages immer wieder tief durchatmen, die Schultern kreisen lassen und dies Füsse erden. Dies holt dich sofort zurück in den aktuellen Moment.

🧘🏼‍♀️ Am Abend die Füsse für 10 Minuten in ein heisses Fussschaumbad eintauchen lassen und anschliessend mit einer wohlduftenden Crème einreiben.
Extra Entspannungs-Bonus: nach Reflexpunkten googeln und die gewünschten Punkte extra massieren oder den Partner (oder Partnerin, Kollegin, WG-Gspändli) fragen nach einer Fussmassage.

🧘🏼‍♀️ Ein leckeres und schnell zubereitendes Gericht kochen und ganz bewusst und ohne Ablenkung geniessen. Aktuell mag ich Zucchetti Suppe verfeinert mit Curry und Parmesan sehr gerne. Dazu gibts selbstgemachtes Knoblauchbrot.

🧘🏼‍♀️ Spontan eine kleine Yoga-Session an Ort und Stelle durchführen. 4 bis 6 Positionen reichen völlig. Dies hebt die Stimmung und gleicht Spannungen aus.

🧘🏼‍♀️ Einen kurzen Spaziergang machen und nach Tieren Ausschau halten. Es gibt immer eine süsse Katze, die sich streicheln lassen möchte.
Am Wochenende kam ich bei mir um’s Eck beim Erkunden an einem Bauernhof vorbei und hab zwei süsse Hausschweine entdeckt, welche die Streicheleinheiten genau so genossen haben. 🐗🐗

Wie sorgst du für deine persönliche Entschleunigung im Alltag?
Welche Tipps und Tricks hast du für mich zu dem Thema? 🤗

Antworte mir gerne, ich freue mich auf deinen Austausch! 😃 


Ausgleich schaffen

Geschrieben von   in 



„Balance im Leben ist nichts, was du einfach findest… Es ist etwas, das du dir erschaffst.“ 

Ich glaube, dass dieses Zitat sehr viel Wahres hat. Es geht immer wieder darum, das Gleichgewicht gezielt zu schaffen. Die Waagschalen ausgeglichen zu halten. Nicht auf ein Extrem zu verfallen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Manchmal gibt es Zeiten, da fällt es uns leichter für Auslgeich zu sorgen. Dann wiederum haben wir Durststrecken und kommen mit Aufgaben oder Herausforderungen an unsere Grenzen.
Und gleichzeitig ist uns allen bewusst, dass es essentiell ist, im Alltag genügend aktive Phasen zu gestalten, aber auch gezielt Entspannung und Ruhephasen einzuplanen.

Katzen und Hunde haben dies perfektioniert. Nach einem Spaziergang oder einer Streiftour durch das Quartier wird geschlafen. Zwischendurch gibts feine Leckerlis. Und dann beginnt der natürliche Zyklus von vorne.
Auch die „crazy 10 Minuten“ des Vierbeiners am Abend gehören zum Ausgleich dazu. Wenn du ein Haustier hast, kennst du diese berüchtigten Minuten sicher zur genüge. 😅
Dafür gibt’s anschliessend erneut ein Nickerchen.

Beim Yoga Praktizieren schaffen wir einen Ausgleich, indem wir wechseln zwischen An- und Entspannung. Zum Beispiel folgen nach fordernden Asanas wieder sanfte Übungen.
Auch Savasana, die Schlussentspannung, wirkt nur deswegen belohnend und entspannend, da der aktive und herausfordernde Teil der Praxis zuerst absolviert wurde. Und manchmal wartet man dann doch vergebens auf die Entspannung… weil sich zu viele Gedanken melden.  Das ist völlig ok und geht uns allen so. Was wichtig ist: Der Wille zählt und beim nächsten Savasana-Versuch kann es sein, dass du die Schlussentspannung schlechthin erfährst und auf Wolke sieben schwebst. Was umso belohnender ist. 😌☁️

Und so schliesst sich der Kreis. Es ist immer ein bewusstes hin- und herpendeln zwischen dem Yin- und Yang-Prinzip. Beides ist wichtig und beides beinhaltet auch kleine Punkte des anderen in sich. Und darf im Optimalfall fliessend ineinander übergehen.

Indem du dir regelmässig achtsam einen Ausgleich schaffst, kannst du danach wieder voller Tatendrang und mit klarem Fokus deine Ziele verfolgen.

Nun zu dir…
Was hilft dir für deinen persönlichen Ausgleich?
Im Alltag, aber auch im Berufsleben?
Was erdet dich und führt dich zurück in deine Mitte?

Für mich ist es zum Beispiel Velo fahren (besonders nach der Arbeit), Zeit mit Tieren verbringen, Gesellschaft geniessen, aber auch viel Zeit alleine verbringen, lesen, Yoga üben, jonglieren (obwohl es Tage gibt, an denen die Bälle eher auf dem Boden landen, als in der Luft zu bleiben🤹🏻‍♀️), schlafen, jedes Gleichgewichtstraining und Filme schauen, bei denen ich viel lachen kann.

Eine super Film-Empfehlung zum Thema Ausgleich ist der Pixar-Film „Alles steht Kopf“🙃. Es geht um ein Mädchen, das aus dem Gleichgewicht gerät, nachdem es mit den Eltern in eine neue Stadt umzieht. Der Film ist auch für Erwachsene unglaublich toll. Nur so viel sei verraten: Meine Lieblingsfigur im Film ist Bing Bong. ☺️

Lass mich super gerne deine Lieblingsfilme wissen, bei denen du herzhaft lachen musstest. 😃🍿

Und ich bin sehr gespannt, was dir bei deiner Auslgeich-Gestaltung hilft. ⚖️🤗
 

Neugier



Ich mag neugierige Menschen.

Kinder sind das beste Beispiel. Fällt dir auch immer wieder auf, dass Kinder in der Regel viel mehr Fragen stellen als wir Erwachsene? Und dass sie ihre Neugier auch sehr klar zum Ausdruck bringen können?
Das kann mitunter zu sehr persönlichen Fragen führen, welche uns zum Schmunzeln bringen, aber auch zur Reflexion anregen dürfen.

Wir Erwachsene haben dagegen (vor allem in der Schweiz) gelernt, nicht zu neugierig zu sein. Nicht zu persönliche Fragen zu stellen. Sich angepasst zu verhalten.
Ansonsten gilt man als „Wunderfitz“ oder vorwitzig.
Heisst es…

Dabei treibt uns doch alle gleichermassen ein Forschergeist und die Neugier an.

Wir möchten wissen, wie die neuen, zugezogenen Nachbarn die Wohnung eingerichtet haben.
Was genau die Workout-Routine des durchtrainierten Arbeitskollegen ist.
Was die neue Tättowierung der Cousine für sie persönlich bedeutet.
Wieso es zur Trennung eines Kollegenpärchens kam.
Oder was die Geheimzutat des Kochs in dem super leckeren Gericht ist.

Ich plädiere dafür, dass wir alle wieder mehr Fragen stellen dürfen und sollen.
Denn in der Regel nimmt das Gegenüber die Frage als das auf, was es schlussendlich effektiv ist: Ehrliches Interesse und eben eine gesunde Neugier.

Happy Fragen-Stellen diese Woche wünsche ich dir! 🤗🧘🏼‍♀️🙏🏼

P.S.: Mein Grosmi hat diese Qualität perfektioniert. Nach zehn Minuten Gespräch weiss sie mehr als ein äusserst fähiger Privatdetektiv. Aber eben auf eine sehr gute Art. 🤗 

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